Aus Schmerzen wurde ein Buch

Julia Schürer weiß aus eigener Erfahrung, das Singen und Spiraldynamik® den ganzen Körper fordern und sich bestens ergänzen

PATIENTENPORTRAIT |
Was hat die Stimme mit dem ganzen Körper zu tun? Die 54jährige Julia Schürer weiß aus eigener Erfahrung, das Singen und Spiraldynamik® den ganzen Körper fordern und sich bestens ergänzen. 

  1. In einem lauschigen Hinterhof an der Birmensdorferstrasse in Zürich findet man die „Ateliergemeinschaft Goldbrunnen“. Dort unterrichtet Julia Schürer Gesang und Sprechtechnik, ihr Kollege Urs Haenggli führt die Werkstatt für Alte Musik und gibt Blockflötenunterricht. Der Kirschbaum im kleinen Garten steht in voller Blütenpracht. Julia Schürer ist an diesem Morgen früh vom  Üetliberg, wo sie wohnt,  mit dem E-Bike nach Wiedikon runter gefahren und führt durch die hellen Atelierräume.

    Die Stimme stärken beim Singen, beim Sprechen, im Chor, beim Unterrichten, beim Vortragen, Coaching für Vorträge und öffentliches Sprechen, das und vieles mehr bietet die 54-Jährige an. Ihr Lebensweg führte die Zürcherin schon früh ins Ausland, nach Kalifornien, nach Peru, wo sie Spanisch lernte. Zurück in Zürich absolvierte sie das Kindergartenseminar. Bei der Arbeit mit Kindern habe sie gelernt, „die komplizierte Welt mit einfachen Worten zu erklären.“ Mit 29 Jahren begann sie eine Gesangsausbildung unter anderem am Konservatorium in Zürich. Sie nahm an Theaterkursen teil und bildete sich in Sprechtechnik weiter. „Singen kann jeder“, so lautet ihr Credo. Ihre jüngste Schülerin ist 7jährig, die älteste 84.

    „Ich konnte nicht mehr Klavierspielen
    Vor rund acht Jahren bekam Julia Schürer starke Schmerzen im rechten Arm und im Handgelenk. Sie konnte nicht mehr Klavierspielen und wurde vorerst mit Cortison behandelt. Aufgrund von Empfehlungen von Bekannten wurde sie auf das Spiraldynamik® Med Center in Zürich aufmerksam. Hauptgrund ihres Leidens, so die Diagnose von Dr. med. Christian Larsen, dem leitenden Arzt des Med Centers, sei „die Art, wie Sie gehen.“  Julia Schürer musste „ganz neu Gehen lernen“. Ebenso kleine Bewegungsabläufe wie eine Tasse in den Schrank stellen, den Kopf drehen und vieles mehr wurden in der Spiraldynamik®-Therapie neu eingeübt . Lachend erzählt sie, dass die Leute sie für eine Spinnerin halten mussten, wenn sie „wie Schmidtchen Schleicher“ durch den Üetlibergwald ging. Sie war (und ist immer noch) begeistert von Spiraldynamik®, absolvierte den SD-Basiskurs und hat heute überhaupt keine Schmerzen mehr im Handgelenk.

    Es ist Zeit für ein gemeinsames Buch
    Im Verlauf der Spiraldynamik®-Therapie wurde Julia Schürer bewusst, wie stark eine korrekte Körperhaltung das Singen beeinflussen kann. „Eine intensive Auseinandersetzung mit dem ganzen Körper ist auch beim Singen und beim Sprechen wichtig.“ Beispiel: Beim „Stützen eines Tones“ spielt das Becken eine Rolle, ebenso die Rippen.  Das Resultat dieser Gemeinsamkeiten ist ein preisgekröntes Buch, verfasst von Julia Schürer, Dana G. Stratil und Christian Larsen mit dem Titel „Einfach Singen!“. Zudem sind gemeinsame Workshops (im Juli im SingStimmZentrum in Schlieren, im Oktober am 6. Stuttgarter Choratelier) geplant.

  2. Neben ihrer intensiven beruflichen Tätigkeit liebt Julia Schürer „Kochen, Essen, Sprachen, Tanzen, ihr Velo, die Natur, den Üetliberg“. Sie hat eine Band, macht unter dem Namen „schuererschnurrenbergerfankhauser“ Kabarett und leitet einmal im Monat Monat den Chor „Singen ohne Not(en)“.

    Ein Energiebündel, das gelernt hat, Kraft, inneres Feuer und pädagogisches Geschick in die richtigen Bahnen zu lenken!

    Eva Mackert
    1. Mai 2018

    Statement

  3. Eine intensive Auseinandersetzung mit dem ganzen Körper ist auch beim Singen und beim Sprechen wichtig.