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Check-up: Methoden auf dem Prüfstand

Spiraldynamik: Medizinischer Check-up

medizinDas ernüchternde Fazit: Die, die es nötig hätten, gehen gar nicht erst hin. Das erfreuliche: Patient und Arzt erforschen gemeinsam die ganz persönliche Risikokonstellation.

Falsche Resultate gibt es im positiven wie im negativen Sinn. Beispiel Tumordiagnostik: Ein Befund ist tumorverdächtig, die Abklärungsmaschinerie wird in Gang gesetzt und am Schluss heisst’s „außer Spesen nix gewesen“. Die angewandten Methoden sind zwar Evidenz basiert, also statistisch erwiesener-maßen wirkungsvoll, aber nicht relevant für den Patienten: Ein nicht-vorhandener Tumor interessiert keinen - einfach Glück gehabt. Umgekehrt wird’s tragisch: Die Sensitivität der Testmethode ist ungenügend, ein bereits vorhandener Tumor wird verpasst, Sie wiegen sich in falscher Sicherheit.

Der Evidenz auf den Zahn gefühlt

Genau aus diesen Gründen hat die U.S. Preventive Services Task Force (USPSTF) alle Studien unter die strenge Lupe der Wissenschaft genommen. Wie bei den Banken gibt es ein Grading der wissenschaftlichen Evidenz von A bis D. Level A gilt als gesichert, B als wahrscheinlich, C als "na ja" und D als Meinung. Ein Triple-A bekommt nur der Rauchstopp mit höchster Evidenz für Lunge, Herz und Hirn. Mit A-Evidenz ausgezeichnet werden Blutdruckmessung, Blutfettanalyse, Infektsuche in der Schwangerschaft und die Suche nach Dickdarmkrebs bei 50- bis 75-Jährigen. B-Evidenz gibt’s für das Screening von Osteoporose, Übergewicht und Depression, ein C für das HIV-Screening in der breiten Bevölkerung. Dann folgt eine endlos lange Liste von D-Evidenz und fehlender Evidenz.

Das ernüchternde Fazit
Für den klassischen Kardio-Check mit EKG, Belastungs-EKG und Bildgebung gibt es bis heute keine Evidenz. Der Originaltext lautet: Die USPSTF rät von einem Routine-Screening mit Ruhe-EKG, Belastungs-EKG oder Bildgebung ab, um bei Erwachsenen mit niedrigem Risiko eine koronare Herzkrankheit diagnostizieren oder voraussagen zu können. Auch für den klassischen orthopädischen Check – der Fahndung nach Risiken wie Hüftarthrose oder Bandscheibenleiden – gibt es bisher keine Evidenz. Gut zu wissen: Ein Executive Checkup für 3000 Franken mit Ganzkörper MRI usw. dient in erster Linie den Anbietern, weniger den Kunden.

Das erfreuliche Fazit
Neben dieser statistischen Evidenz gibt es die persönliche Relevanz. Für den Einzelnen ist der statistische Durchschnitt nur bedingt relevant, entscheidend ist die persönliche Risikokonstellation – geprägt durch Genetik, Körpertyp, Alter und Lifestyle. Genau hier setzt jeder intelligente Check-up an: Patient und Arzt erforschen gemeinsam die ganz persönliche Risikokonstellation von Familienanamnese, bisherigen Erkrankungen, Körpermerkmalen und Lifestyle. Situativ folgen Labor, Bildgebung und Spezialuntersuchungen. Dieses Vorgehen ermöglicht es, gezielt die individuell sinnvollen Abklärungen zu veranlassen und Unnötiges zu vermeiden.

Check-up am Spiraldynamik Med Center
Die Ärzte der Spiraldynamik Med Center AG Schweiz – Dr. Gauß in Bern, Dr. Eiserbeck in Basel und das Ärzteteam in Zürich – haben es sich zur Aufgabe gemacht, ab 2011 solche individuellen Check-ups anzubieten: Familiengeschichte und persönliche Vorgeschichte werden gezielt nach Risikofaktoren durchforstet. Es folgt eine internistisch-orthopädische Ganzkörperuntersuchung und je nach Befunden Labor, Bildgebung und weitere Abklärungen. Dabei gilt das Motto, so wenig wie möglich, so viel wie notwendig. Danach haben Sie einen soliden Status, auf dem Sie ihr persönliches Gesundheitsmanagement aufbauen können. Auch dabei unterstützen wir Sie.

Dr. med Christian Larsen
8. Januar 2011