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Medizin: 3D-Skoliosetherapie nach Spiraldynamik

Spiraldynamik: 3D-Skoliosetherapie

medizinDie Skoliose ist eine Spirale im Rücken, wo keine hingehört. Vier Millionen Jahre menschliche Evolutionsgeschichte bergen das Geheimnis der neuen Skoliosetherapie.

Die Skoliose - eine asymmetrische Seitverdrehung der Wirbelsäule - ist häufig: Rund zwei Prozent der Bevölkerung sind betroffen - meist junge Mädchen in der Pubertät. Eine Ursache für das asymmetrische Wirbelsäulenwachstum kann nur in seltenen Fällen gefunden werden, meist bleibt die Ursache verborgen. Die Diagnose wird mittels Röntgenbild gesichert, dabei kann auch der Skoliosewinkel bestimmt werden. 90 Prozent der Skoliosen sind leichten Grades, jede zehnte Skoliose ist über 30 Grad. Bis 25 Grad gilt als leicht, bis 45 Grad als mittel, darüber als schwer.

Therapie nach Schweregrad

Eine leichte Skoliose wird mittels Physiotherapie angegangen, bei mittlerem Ausmaß steht das Korsett zur Diskussion (Bild links) und bei schweren Skoliosen stellt sich die Frage einer operativen Korrektur. Klingt logisch und einfach - die Praxis ist viel komplexer: Mitentscheidend für den optimalen Therapieerfolg sind die Beschwerden, das noch zu erwartende Knochenwachstum und die Einstellung der meist jungen Patientinnen und ihrer Familien. Das Korsett wird heute viel seltener verwendet, da das "Plastikmonster" meist schlecht akzeptiert wird. Unregelmäßig getragen verliert es seine Wirkung. Damit stellt sich die einschneidende Frage Therapie oder Operation immer öfter und immer früher. Genau hier setzt die Spiraldynamik Skoliosetherapie an - und dies möglichst früh.

Spiralige Verschraubung aus dem Lot

Das Forschungsteam der Spiraldynamik - mit Vertretern aus Medizin, Therapie, Sport, Tanz und Yoga - ist der Frage nachgegangen "Wie hat die Evolutionsgeschichte die menschliche Wirbelsäule im Verlaufe von vier Millionen Jahren Wanderschaft konstruiert?" Das Prinzip ist einfach: Stehend von hinten betrachtet ist die Wirbelsäule gerade, im Profil betrachtet hat sie eine S-Form. In der Dynamik verschraubt sich die bewegliche Wirbelsäule spiralig: Das Becken hebt und senkt sich seitlich auf Schritt und Tritt, der Brustkorb dreht nach links und nach rechts usw. Anders bei der Skoliose: Die Wirbelsäule dreht auf die eine Seite zu viel und auf die andere Seite zu wenig. Die eine Spirale dominiert und "zwingt" der Wirbelsäule auch in Ruhe eine Spiralform mit sichtbarem Seitbogen und Rückwölbung auf.

Natürliche Gegenspirale als Lösungsansatz

Die fundamentale Erkenntnis: "Die Skoliose ist eine Spirale, wo keine hingehört". Davon leitet sich die funktionelle 3D-Skoliosetherapie ab. Die gute Nachricht für Patienten wie für Therapeuten: Die Skoliose kann mit der "natürlichen Gegenspirale" behandelt werden (Bild rechts). Ist die Skoliose beispielsweise nach rechts gedreht (thorakal rechts-konvex), kann sie in der Fortbewegung mit der Gegendrehung nach links therapiert werden (Standbeinphase rechts, Oberkörper dreht nach links). Die Korrektur ist 100-prozentig, greift auf allen Etagen und in allen drei Dimensionen. Dank der Wirkformel "Therapie durch gezielte Förderung der Gegenspirale" wird natürliche Bewegung zum Heilmittel, der Alltag zum Übungsfeld. Eigenverantwortung und Selbstwirksamkeit der Patientin werden gefördert und auch gefordert. Patienten müssen die Gegenspirale präzis wahrnehmen und verinnerlichen. Bei Therapeuten geht es darum, das Spiralprinzip der Fortbewegung sicher anwenden und vermitteln zu können.

Das Geheimnis des Therapieerfolgs

  1. Durch die Schwerkraft beim Sitzen und die Belastungskräfte beim Gehen wird jede Skoliose Tag-für-Tag und Schritt-für-Schritt immer weiter seitlich verbogen. Die langsame Progression ist programmiert. Nicht so mit eingebautem 3D-Koordinationsfaktor: In der Belastungsphase des linken Beines (konkave Seite) wird die Wirbelsäule aktiv langgestreckt. In der Belastungsphase des rechten Beines (konvexe Seite) wird die Verschraubung aktiv entschraubt. Damit ist die Stabilisierung bzw. die teilweise Aufrichtung der skoliotischen Wirbelsäule programmiert.

    Das Erlernen der Skoliosetherapie dank Gegenspirale gliedert sich in mehrere logische und aufeinander aufbauende Schritte:

    1.      Aufrichtung: Aktive Verlängerung der Wirbelsäule in Rückenlage; Transfer ins Sitzen und Stehen
    2.      Entschraubung: Aktive Derotation der Skoliose in Seitlage; Transfer ins Gehen
    3.      Geh-Meditation: Aufrichtung Standbein links und Derotation Standbein rechts; Transfer in den Alltag
    4.      Fortbewegung: Präzisierung im Becken, Korrektur von Asymmetrien der Fuß- und Beinachsen
    5.      Brustkorb: Verringerung Thoraxasymmetrie durch Atmung und Bewegung
    6.      Handlung: Präzisierung in beiden Schultern, Armen und Händen; Transfer in den Alltag
    7.      Integration von Besonderheiten z.B. vierter oder fünfter Skoliosebogen
    8.      Integration in Hobby und Training z.B. Sport, Tanz, Yoga

    Das Erlernen dieser Schritte benötigt zirka ein Jahr. Wir verfügen über zehn Jahre strukturierter Erfahrung, über positive Verläufe betroffener Patientinnen und über kompetente Therapeuten, die diese Therapie beherrschen und vermitteln können.

    Spiraldynamik Basic-Ausbildung für Physio- und Ergotherapeuten

    Der Basiskurs für Ärzte und Therapeuten legt die Grundlage zur dreidimensionalen Behandlung der Skoliose. Basic Med-Ausbildungen starten 2011 in verschiedenen deutschsprachigen Regionen. Sie sind berufsbegleitend und in drei bis vier Module aufgeteilt (Gesamtdauer 16 Tage).
    Weitere Kursangebote unter www.spiraldynamik.com


  2. 1. Dezember 2010
    Dr. med. Christian Larsen