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Medizinischer Pas des Trois: Teamarbeit unter Profis

Spiraldynamik® Tanztherapie

bewegungslernen Am Spiraldynamik® Med Center Zürich sind Tänzerinnen und Tänzer in besten Händen: Das hat Tradition. Dabei arbeiten Patient, Arzt und Physio als Team zusammen. Bewegungsprofis aus drei Sparten – das muss Erfolg haben!

Seit über 15 Jahren betreut Dr. med. Christian Larsen Tanzschaffende. Allen voran die cinevox junior company unter der Leitung von Malou Fenaroli, die jungen Tänzerinnen und Tänzern Bühnenerfahrung und Auftritte in bewegenden Aufführungen ermöglicht. Das Team Fenaroli-Larsen arbeitet seit zwanzig Jahren zusammen. Die Ballett Lehrerin erkennt bei ihren Jungtalenten Risiken, die in vielen Ballettschulen und Companies unentdeckt bleiben. Prävention kommt primäre Wichtigkeit zu. Kommt ein junger Tanzpatient ans Spiraldynamik® Med Center, tritt das professionelle Trio Arzt-Therapeut-Tänzer in Aktion mit Diagnostik, Schulung und Umsetzung. Dabei sind Tänzerinnen und Tänzer mit ihrem herausragenden Körpergefühl meist besonders erfolgreich.

Die Causa Carla aus ärztlicher Sicht
Carla will tanzen. Mit Seele und Körper. Die tanzorthopädische Untersuchung soll klären, ob der Körper die Belastungen einer professionellen Karriere aushält. Das Resultat: "Ja, aber...". Die wichtigsten Voraussetzungen sind erfüllt, gleichzeitig hat die medizinische Haltungs- und Bewegungsanalyse zwei Handicaps identifiziert:

Erstens: Es besteht eine leichte Skoliose mit Beckenhochstand links. So kommt es rechts zur chronischen Überdehnung der Lendenmuskulatur, was sich dann in bestimmten Positionen wie Arabesque oder bei Sprunglandungen schmerzhaft bemerkbar macht. In der Untersuchung können diese Schmerzen durch entsprechende Position und Belastung provoziert und eindeutig bestimmten Muskeln zugeordnet werden.

Zweitens: Beide Großzehengrundgelenke sind gesund, aber anlagebedingt nicht voll beweglich. In der Fachsprache wird dies als Hallux limitus bezeichnet. Dies im Gegensatz zum Hallux rigidus, bei dem die Beweglichkeitseinschränkung durch eine Arthrose bedingt ist. Die Tanztechnik muss bei Carla entsprechend angepasst werden, um eine Überlastung der Fußaussenseite mit Sehnenüberlastung oder gar einem Ermüdungsbruch präventiv zu verhindern.

Es ist für mich als Arzt immer wieder erstaunlich und erfreulich, in wie kurzer Zeit die Tanz-Physiotherapeutin jungen Tänzern das ABC der anatomisch richtigen Belastung beibringt. Carla war innert vier Monaten siebenmal in der Therapie, hat's kapiert und im Training umgesetzt, mit Erfolg: Keine Schmerzen mehr. Damit ist der Weg frei für das Alvin Ailey Abenteuer in New York.

Dr. med. Christian Larsen
5. Mai 2011