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piraldynamik News Archiv Medizin | Erfolgreiche Behandlung mit Fragezeichen

Medizin Die Heilung der Patientin Barla-Maria Venzin könnte subjektiv als große PR-Story für Spiraldynamik aufgezogen werden. Könnte: Auf dem objektiv-wissenschaftlichen Prüfstand bleiben spannende Fragen offen.

Einen solch großen Bandscheibenvorfall habe ich als Arzt noch selten gesehen. Ein so schneller Therapieerfolg ist ebenfalls nicht selbstverständlich. Natürlich freue ich mich zusammen mit meiner Patientin und dem zuständigen Spiraldynamik Therapeuten - aber so ganz klar belegbar ist der durchschlagende Erfolg nicht: Therapeutische und wissenschaftliche Bescheidenheit ist angesagt.

Ich hatte die Gelegenheit, in der deutschen Fachzeitschrift für Physiotherapie mit einem klassisch wissenschaftlichen Fallbericht Stellung zu nehmen. Untenstehend die Zusammenfassung des Fachartikels für Leser aus dem nicht-medizinischen Bereich und das PDF des Fachartikels für Profis aus dem Gesundheitswesen:

Zusammenfassung

In der Schweiz werden jährlich 10'000 Bandscheibenprobleme registriert. Dabei quillt die Bandscheibe, also der „Stoßdämpfer“ zwischen zwei Rückenwirbeln, aus seiner Position aus und drückt in vielen Fällen auf den Nerv im Rückenmark. Das führt oft zu vernichtenden Schmerzen. Drei Behandlungsmethoden stehen zur Verfügung

1.  Operativ: Die drückenden Bandscheibenanteile werden chirurgisch entfernt.

2.  Konservativ: Mit Physiotherapie oder anderer Therapie wird Entlastung geschaffen.

3.  Nichts: Der Patient nimmt allenfalls Schmerzmittel und wartet auf Besserung.

Recherchen in den Statistiken ergeben ein eigenartiges Bild: Was immer Sie tun – nach drei bis fünf Jahren sind Sie sehr wahrscheinlich da, wo alle anderen auch sind! Ob operiert, therapiert oder ignoriert.
Während in Städten Bandscheibenvorfälle wenn immer möglich operiert werden, ist man in ländlichen Gebieten zurückhaltender. Entscheidend für die Operation sind die Lähmungserscheinungen und die Heftigkeit des Schmerzes. Bei nicht-operativer Vorgehensweise scheint es keine Rolle zu spielen, welche Therapie Sie wählen: Methode X wirkt ebenso wie Methode Y!

Im Fallbeispiel von Barla-Maria Venzin stellte ich einen sehr großen Bandscheibenvorfall fest (Magnetresonanz-Tomographie). Zudem lief Kernflüssigkeit aus der Bandscheibe aus. Das ist doppelt ungünstig: Der Druck auf den Nerv wird zusätzlich verstärkt und die Flüssigkeit mit ihrem tiefen PH-Wert löst so gut wie immer eine schmerzhafte Entzündung aus - also mechanische und chemische Qual. Dazu kamen die typischen Lähmungserscheinungen, Wahrnehmungsstörungen und eingeschränkte oder gar fehlende Reflexe in Bein und Fuß. Im Fall von Frau Venzin linksseitig.

Grundsätzlich gilt eine solche Diagnose in der Schulmedizin als „operationspflichtig“. Das sagte auch der zuständige Radiologe. Das klare Nein der Patientin und die guten Erfahrungen mit Spiraldynamik-Therapie veranlassten uns (das Team Patientin-Arzt-Therapeut), sofort mit konservativer Therapie zu beginnen. Und das trotz heftigster Schmerzen: Frau Venzin beschrieb die Schmerzintensität auf der VAS-Skala (Visuell-Analog-Skala) bei 10 von 10! Eine Operation hätte jederzeit in Betracht gezogen werden können – die konservative Therapie fand sozusagen in Operationsbereitschaft statt

Bereits nach der ersten Therapie-Woche sank der VAS-Schmerz von 10 auf 2,5. Nach drei Wochen waren die Schmerzen so gut wie weg, ebenso die Lähmungserscheinungen im linken Bein. Die blockierten Reflexe funktionierten wieder. Das Kontroll-MRI-Bild zeigte einen Rückzug der Bandscheibe auf ihre natürliche Position und Auflösung der ausgelaufenen Kernflüssigkeit:

Spiraldynamik-Strategie und Therapieverlauf lesen Interessierte unter Rubrik Bewegungslernen denn genau darum geht es

Fazit:

Eine Operation rückte schon nach wenigen Tagen in die Ferne. Hat Spiraldynamik hier ein kleines Wunder geschaffen? Nein: Wissenschaftlich gesehen wissen wir nicht, was geschehen wäre, wenn Barla-Maria Venzin zuhause geblieben wäre und mit Schmerzmitteln durchgehalten hätte.

  • Möglicherweise wäre eine spontane Heilung eingetreten.
  • Möglicherweise haben körpereigene Fresszellen (Phagozyten) die ausgequollene Masse samt Entzündung beseitigt.
  • Möglicherweise haben die psychologische Betreuung und der Teamgeist zwischen Patientin, Arzt und Therapeut die Selbstheilkräfte stark motiviert.
  • Möglicherweise hat die Physiotherapie nach Spiraldynamik bei dieser Patientin vollen Erfolg gebracht.
  • Möglicherweise war es eine Vernetzung all dieser Punkte.

Einmal mehr gilt: Offen und bescheiden bleiben, Fakten sammeln und seriös und individuell auswerten!

Dr. med. Christian Larsen
20. Januar 2009