Musik und Bewegung sind ihr Leben

Spiraldynamik®: Marina Sommacal

portraitDie Musikerin und Tänzerin Marina Sommacal geht mit Leichtigkeit und Kraft durchs Leben. Ihre Vorfreude auf den Spiraldynamik® Kongress 2011 ist groß.

Wie sich der Körper besser organisiert und sicherer wird
Marina Sommacal (56) weiß schon von Kindheit an: Musik und Bewegung sind ihr Leben. Am Mozarteum in Salzburg studiert sie zunächst Klavier und elementare Musik- und Tanzerziehung. Hier reift in ihr der Wunsch: Menschen ohne Bewegungsfreude sind wie ein Nachthimmel ohne Sterne. Bewegungsfreude - das ist es, was sie für sich und andere entdecken will. Ihr Weg führt sie weiter zu Rosalia Chladek, wo sie das Ergänzungsstudium in modernem Tanz absolviert. Als diese die Spiraldynamik® erwähnt, wird Marina Sommacal hellhörig: „Alleine das Wort hat mich neugierig gemacht.“ Schließlich sucht sie schon lange nach einem tiefgehenden Verständnis der Anatomie und nach den grundlegenden Prinzipien der Bewegung. Hier wird sie endlich fündig. Bald beginnt sie das Wissen der Spiraldynamik® in ihre Arbeit zu integrieren. Ihre Suche nach Tiefe wird belohnt: Wenn Marina Sommacal heute auf die Bühne geht und sich ans Klavier setzt, ist ihr Körper von Anfang an bereit zu beginnen: „Ohne Atemschwierigkeiten, ohne Schweregefühl -  mit Leichtigkeit und Kraft, die genau dort zur Verfügung steht, wo sie gebraucht wird.“ Auch das Lampenfieber hat abgenommen und Rückenbeschwerden sind verschwunden: Ihr Körper ist nun besser organisiert und sicherer geworden.

Bitte mit Ganzkörpereinsatz!
Im Laufe der Zeit tritt der Wunsch, selbst auf der Bühne zu stehen, in den Hintergrund. Dagegen wird es ihr immer wichtiger, ihre Erfahrungen auch an Andere weiterzugeben. „Bei den meisten Musikern wird im feinmotorischen Bereich gearbeitet, doch oft wird dabei der Ganzkörpereinsatz vernachlässigt. Viele Musiker bekommen Beschwerden durch die einseitige repetitive Bewegungsausführung.“ Die Spiraldynamik® hilft Marina Sommacal, den Menschen auf kompetente Art die Grundprinzipien der Körperausrichtung am Instrument und auf der Bühne beizubringen. Gemeinsam mit einem Arzt und zwei Physiotherapeuten gestaltet sie die Zusatzausbildung für Musiker in Musikphysiologie an der Züricher Musikhochschule. Jeder Studienanfänger belegt bei ihr einen Kurs in Körperbildung, erhält Einzelberatung am Instrument und kann sich freiwillig für einen Spiraldynamik®-Einführungskurs einschreiben.

Wie sich Bewegung auf den Klang auswirkt
Zum Spiraldynamik® Kongress bringt Marina Sommacal eine Musikerin mit, die ihren Workshop „Klangerzeugung und Bühnenpräsenz mit Spiraldynamik® Körperarbeit verändern“ illustrieren wird. So können die Zuhörer auf sehr lebendige Art erleben, wie sich Bewegung auf die Musikerzeugung und den Klang auswirkt: Das Spiel wird lebendiger und vielfältiger. Außerdem erfahren die Teilnehmer, wie für Musiker typische Rückenbeschwerden aufgelöst werden können, die durch einseitige Haltungen entstehen.

„Sei der König deiner Emotionen“
Die agile Dozentin für Musikphysiologie, die sich selbst lieber Bewegungslehrerin nennt, freut sich sehr auf den Spiraldynamik®-Kongress – und das nicht nur als Vortragende. Auch von den anderen Beiträgen erhofft sie sich wichtige Impulse:

„Sei der König deiner Emotionen“ predigte ihre Tanzlehrerin. Genau so hat auch Dr. U. Götz seinen Vortrag zum Biologischen Regulationszentrum betitelt – den wird sich Marina Sommacal auf keinen Fall entgehen lassen. Zu Christian Heels Workshop „Mit Fehlern besser lernen“ will sie unbedingt – denn sie findet, dass er einfach „wahnsinnig viel zu sagen“ hat. Und um zwischendurch wieder locker zu werden, wird sie Andrea Bubos Beitrag „So entspannt sich jede Schulter“ besuchen. Quasi Pflichtprogramm ist für sie der Vortrag „Differenzielles Lernen am Klavier“ von Gabriele Wander:„Ich besitze den von ihr entwickelten Klavierstuhl und übe auch drauf! Mal schauen, was die Erfinderin dazu sagen wird.“

Oktober 2011
Thilo Keller