Aktuelle Informationen zur Spiraldynamik® in Zeiten von Covid-19 »

 
 

Ernährungsmedizinische Lösungen zum Schutz vor schweren COVID-19 Verläufen



MEDIZIN |
Die Auswertung der aktuellen Studienlage zu COVID-19 zeigt eine neue Lösung auf, wie durch evidenzbasierte ernährungsmedizinische Maßnahmen die Bevölkerung vor einem schweren Verlauf einer COVID-19 Erkrankung geschützt werden kann.

  1. Hierfür sind drei ernährungsmedizinische Maßnahmen notwendig, die eine evidenzgesicherte Alternative zu einem potenziell verfügbaren Impfstoff darstellen. Würden diese drei Maßnahmen flächendeckend umgesetzt werden, ist die Bevölkerung auf eine COVID-19 Infektion immunologisch vorbereitet, dass ein milder Infektionsverlauf sehr wahrscheinlich ist. Würde diese drei Maßnahmen flächendeckend präventivmedizinisch umgesetzt, könnten die aktuellen Social Distancing- und Hygiene-Maßnahmen weiter gelockert, Schulen und Kitas geöffnet und Volksgesundheit fördernde Veranstaltungen wie Volksläufe oder Triathlons ohne aufwändige Hygienekonzepte durchgeführt werden. Mit diesen drei Maßnahmen würde es zudem risikoarm gelingen, eine schnellere Herdenimmunität zu erreichen.

    1. Informationskampagne Vitamin D

    Die Politik sollte eine breite Informationskampagne initiieren, wie wichtig ein hoher Vitamin D Spie-gel zum Schutz vor schweren Verläufen einer COVID-19 Erkrankung ist. Jeder Bundesbürger sollte einen Vitamin D Spiegel von über 40 ng/ml ganzjährig aufweisen. Deshalb sollte die Messung des Vita-min D Spiegels routinemäßig erfolgen. Als sichere obere Grenze gilt ein Wert von ca. 100 ng/ml - eine Vitamin-D-Überversorgung ist jedoch auch bei Werten bis 150 ng/ml nicht zu erwarten (Pilz, 2011). Leider berichten Medien von möglichen Nierenschädigungen bei hoher Vitamin D Zufuhr. Eine Meta-Studie von 48 Studien kommt eindeutig zu dem Ergebnis, dass Vitamin D keinen Einfluss auf Nieren-steine hat (Malihi et al 2016).

    2. Vitamin D-Gabe bei COVID-19-Patiente im Krankenhaus

    COVID-19 Erkrankte sollten bei Einlieferung täglich 10.000 I.E. Vitamin D3 bekommen, um das Risiko für einen schweren COVID-19 Verlauf zu senken. Diese Menge ist auch bei sechs monatiger Anwendung sicher (Shirvani et al 2019). Selbst noch höhere Mengen sind sicher und nierengesund (McCullough et al 2019).

    3. Umsetzung von Ernährungsstrategien zur Inflammasom-Hemmung

    Zur Sicherung eines milden Verlaufes von COVID-19 sollten alle evidenzbasierten Ernährungsstrategien zur Hemmung des Inflammasoms NLRP3 umgesetzt werden, um einen zellulären Zytokinsturm zu vermeiden (Alvarenga 2020, Chen 2019, Ho 2018, Lee 2018)

    • Tägliche Verwendung entzündungssenkend wirksamer Gewürze (Ingwer, Kurkuma, Grüntee)
    • Tägliche Aufnahme von buntem Gemüse und grüner Blattsalate
    • Tägliche Versorgung mit argininreichen Lebensmitteln (Pinienkerne, Kürbiskerne, Haselnüsse) und Ergänzung mit den Aminosäuren Arginin und Citrullin
    • Tägliche Einnahme der Omega-3 Fettsäuren EPA und DHA in Form von Fischölen sowie Verringerung von Omega-6 reichen Pflanzenölen wie Sonnenblumenöl, Distelöl, Maiskeimöl und Sojaöl
      • Ein Omega-3 Index von >8% sollte angestrebt werden
      • Der Omega-3 Wert sollte routinemäßig ermittelt werden Tägliche Aufnahme
      • Vitamin C-reicher Lebensmittel und Vitamin C-Supplemente; Vitamin C senkt das Inflammasom NLRP 3 und schützt bei akuter Lungenentzündung (Fisher, 2012; Patel 2020) und COVID-19 assoziiertes ARDS (Acut Respiratory Distress Syndrom) (Cheng, 2020).

    Professor Dr. med. Dr. med. habil. Albert Hartmann
    Dr. rer. nat. Wolfgang Feil; Dr. rer. nat. Jens Freese
    Juni 2020