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Wie Lebensmittel das Immunsystem stärken



MEDIZIN-ONLINE:
Die Welt in Aufruhr, der Körper vieler Menschen in Alarmbereitschaft. Lebensmittel wirken wie niedrig dosierte Langzeit-Medikamente: Sie können Stress reduzieren und das Immunsystem stärken.

  1. Der Körper schlägt Alarm
    Jede Verletzung des Körpers – egal ob Viren in der Lunge, ein Stachel im Fleisch oder eine Schrecksekunde im Kopf – versetzt den Körper sofort in Aufruhr. (Nor-) Adrenalin durchflutet den Körper, Immunzellen marschieren los, im betroffenen Gewebe herrscht der «Krieg der Zellen». Zeitlich etwas verzögert wird Cortisol ausgeschüttet: Es mobilisiert Energiereserven und schützt den Körper vor überschiessenden Immunreaktionen. So gesehen: alles gut!

    Chronischer Stress bedeutet Immunsuppression
    Gerät Ihr Körper unter Dauerstress, setzt er dauernd zu viel Cortisol frei – was den Körper überaktiviert. Alle Bereiche des Körpers sind betroffen, allen voran das Immunsystem. Deshalb leiden Gestresste häufiger an Infektionskrankheiten wie Erkältungen, Grippe oder Herpes. Zudem brauchen sie länger, um wieder gesund zu werden. Mit der Zeit entwickeln die Organe eine Cortisol Resistenz… Die Nebennierenrinde produziert noch mehr Cortisol… die Reaktion des Zellgewebes auf das Cortisol weiter nimmt ab… ein Teufelskreis entsteht… Und führt in der Folge zu einem zunehmend geschwächten Immunsystem – was dieser Tage niemand wirklich brauchen kann.

    Lebensmittel gegen den Stress
    Unterschätzen Sie die positiven bzw. negativen Auswirkungen der Ernährung nicht! Die Versuchung, gerade in Stress-Situationen, ist gross, sich mit Supplementen und Aufputschmitteln über die Runden zu helfen und einfach weiter durchzupowern. Dabei ist es gerade die tägliche Ernährung, die Ihnen hilft, Entzündungen zu minimieren und hochwertige Nährstoffe in einer Form zu liefern, die der Körper auch tatsächlich verwerten kann. Meine Empfehlungen bezüglich stressreduzierender und Immunstärkender Ernährung:

    • Meiden Sie schnelle Kohlenhydrate wie Weissmehlprodukte, industriell gefertigte Nahrungsmittel, Süssigkeiten und Alkohol. Je schneller und höher Ihr Zuckerspiegel steigt, desto mehr Stresshormone werden auch produziert.
    • Essen Sie viel Gemüse, möglichst bunt und abwechslungsreich, um Entzündungen entgegenzuwirken. Vor allem rotes und grünes Gemüse gehört unbedingt auf den Teller. Aufgepasst: Nicht jeder verträgt Peperoni (Paprika) gleich gut.
    • Bauen Sie Nüsse und Samen in Ihren Speiseplan ein, sie enthalten hochwertige Aminosäuren und Mineralien wie Magnesium.
    • Trinken Sie ausreichend Wasser, um den Wassergehalt der Nervenzellen optimal zu halten.
    • Verwenden Sie stressreduzierende Gewürze und Kräuter, wie zum Beispiel Rosmarin (verbessert Konzentration), Kurkuma (hemmt Entzündungen), Chili (löst Stimmungshoch aus und aktiviert das Gehirn), Knoblauch (Nervenschutz), Ingwer (gedächtnisstärkend) oder Ceylon-Zimt (reduziert Blutzuckerspiegel)
    • Nehmen Sie Probiotika und Präbiotika zu sich, um Ihre Darmflora zu unterstützen. Dies können fermentierte Gemüse wie Sauerkraut oder Kimchi sein (Probiotika) und Ballaststoffe aus Chicorée, Spargeln oder Topinambur (Präbiotika).
    • Nur wenn die Ernährung stimmt können gewisse Nahrungsergänzungsmittel wie Magnesium (wird bei Stress vermehrt verbraucht), Vitamin C (Nervennährstoff für mehr Leistungskraft bei Stress), Vitamin B-Komplex (Gedächtnis und Nerven), Pro- und Präbiotika (Entzündungen im Darm minimieren und Aufnahme von Nährstoffen verbessern) oder Kolostrum (Immunsystem stärken) noch zusätzliche Unterstützung bieten.

    Slow Food Ambiente für das Immunsystem
    Die Ernährung alleine kann Stress nicht reduzieren. Es braucht zudem eine entspannt-wohlige Atmosphäre, damit das Verdauungssystem richtig in Gang kommt:

    • Sorgen Sie für eine ruhige Atmosphäre bei Tisch, legen Sie Smartphone und Lektüre zur Seite. Essen Sie langsam und kauen Sie gut.
    • Werden Sie sich Ihrer Gedanken bewusst. Schreiben Sie auf, was es in Ihnen denkt und beginnen Sie, diese meist unbewussten stressigen Gedanken bewusst in kraftvolle und nützliche Gedanken zu ändern. Übung macht den Meister.
    • Bauen Sie täglich moderate Bewegung und Aktivitäten, die Ihnen Spass machen, in Ihren Tagesablauf ein.
    • Kümmern Sie sich um Ihre Darmgesundheit, denn das Bauchhirn ist über den Vagus-Nerv direkt mit unserem Gehirn verbunden.
    • Ihr Gehirn wiederum besitzt leistungsfähige Hotlines zu Immun-, Nerven und Hormonsystem. Deshalb ist wichtig, was Sie denken und fühlen!

    Bleiben Sie gesund!

    Julia Gruber
    Ernährungs-Coach spezialisiert auf Darmgesundheit
    30. März 2020

    Literaturtipps

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