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Forschung am Med Center Zürich: Pilotstudie «Metatarsalgie»

Spiraldynamik® Forschung am Med Center Zürich: Pilotstudie «Metatarsalgie»

MEDIZIN | 90% aller Fussbeschwerden betreffen den Vorfuss. Die Ergebnisse der Pilotstudie zeigen: Die Schmerzen und Funktionseinschränkungen konnten im Therapiezeitraum signifikant verbessert werden...

Fussprobleme sind ein häufiger Konsultationsanlass beim Arzt - beim Allgemeinarzt wie beim Orthopäden. Dabei betreffen 90% aller Fussbeschwerden den Vorfuss. Als häufigstes Symptom werden Schmerzen im Bereich des Vorfussballens und der zweiten bis vierten Metatarsalköpfchen beschrieben. Vorfussschmerzen - die medizinische Bezeichnung lautet « Metatarsalgie» sind meist belastungsabhängig, hartnäckig und können das Gehen, den Sport, die Freizeit und die Lebensqualität empfindlich beeinträchtigen.

Die Formen und Ursachen der Metatarsalgie sind so vielfältig, dass sie einer umfassenden und individuell abgestimmten Diagnostik und Therapie bedürfen. Das Konzept der Spiraldynamik® bietet einen funktionell-diagnostischen und individuell-therapeutischen Ansatz. Die bisher fehlende wissenschaftliche Evidenz für den Nutzen einer konservativen Therapie bei Vorfussschmerzen war Anlass, im Spiraldynamik® Med Center eine entsprechende Pilotstudie durchzuführen. Die Beobachtungsstudie fand im Rahmen meiner Masterarbeit statt.

150 Patientinnen und Patienten suchten im Jahr 2014 aufgrund von Vorfussschmerzen Hilfe im Spiraldynamik® Med Center Zürich. 28 von ihnen erklärten sich bereit, ihre medizinischen Parameter anonymisiert verwenden zu dürfen. Die Studienteilnehmer litten an belastungsabhängigen starken Vorfussschmerzen sowie an einer erheblichen Einschränkung im Alltag und in der Freizeit.

Vor und nach der Therapie wurden verschiedene Parameter gemessen. Erfasst wurden internetbasiert der «Activity Index» (Outcome Messung), ein spezifischer «Fussscore», die «Druckschmerzhaftigkeit» unter den Zehengrundgelenken und zwischen den Mittelfussknochen, der «Rückfusswinkel» und die «Beweglichkeit des oberen Sprunggelenkes».

Die Spiraldynamik® Therapie (9 Therapieeinheiten à 50 Minuten) fokussierte funktionell auf den Aufbau von Längs-und Quergewölbe, die exzentrische Belastung der Wadenmuskulatur (Anmerkung: exzentrisch bedeutet, der Wadenmuskel muss im angespannten Zustand Länge zulassen), Beinachsentraining sowie Gangschule mit Stabilisierung des Beckens und Aufrichtung der Wirbelsäule. Dabei kamen folgende pädagogische Aspekte zum Tragen: Verständnisschulung für das ursächliche Problem, Mobilisation der unbeweglichen Gelenke, willentliche Ansteuerung und Kräftigung der Muskeln sowie Integration des Gelernten in den Alltag

Die Ergebnisse der Pilotstudie zeigen: Die Schmerzen und Funktionseinschränkungen konnten im Therapiezeitraum signifikant verbessert werden; der Rückfuss war nach der Therapie aufrechter und die Druckschmerzhaftigkeit im Vorfussbereich nahm signifikant ab. Die durchschnittliche Beweglichkeit des oberen Sprunggelenkes war beim Erstbefund bereits im Normbereich, sodass keine relevanten Veränderungen entstanden.

Für die Unterstützung unserer Qualitätssicherung und Forschung bedanke ich mich im Namen des gesamten Teams bei allen Patientinnen und Patienten, sie leisten einen wertvollen Beitrag zur wissenschaftlichen Untermauerung der Spiraldynamik® Therapie

Annekathrin Kirsche (Physiotherapeutin MSc)
1. Oktober 2015