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Überversorgung: Fünf unnötige Massnahmen

Medizinische Überversorgung: Fünf unnötige Massnahmen

medizin | Die Schweizerische Gesellschaft für Allgemeine Innere Medizin hat die Problematik der medizinischen Überversorgung unter die Lupe genommen. Fünf Interventionen sollen vermieden werden. Bezüglich Rückenschmerz verfolgen die Spiraldynamik Med Center seit 15 Jahren den richtigen Kurs...

Drei Dutzend "kritische Untersuchungen" wurden von den Experten auf Herz und Nieren überprüft. Es ging darum, die wichtigsten unnötigen bis schädlichen diagnostisch-therapeutischen Interventionen zu identifizieren. Hier die fünf Spitzenreiter:

  • Das MRI bei unspezifischen Rückenschmerzen
  • Das Prostatakrebs Screening mittels PSA
  • Antibiotika bei unkompliziertem Atemwegsinfekten 
  • Das Thorax-Röntgenbild vor jeder Operation
  • Die Protonenpumpenhemmer Langzeittherapie

Für einmal geht es nicht nur um Effizienzsteigerung und Kostenreduktion im Gesundheitswesen, vielmehr geht es darum, die mit der jeweiligen Intervention verbundenen gesundheitlichen Risiken zu vermeiden. Und die sind ganz beträchtlich:

1. Das MRI bei unspezifischem Rückenschmerz fördert oft halbrelevante Befund zu Tage, was das «Risiko eines chirurgischen Eingriffs» deutlich erhöht.

2. Das Prostatakrebs Screening mittels PSA. Die Konsequenzen eines falsch-positiven Ergebnisse beim PSA Prostata-Screening sind erheblich, kaum bekannt und werden regelmässig unterschätzt.

3. Antibiotika bei unkompliziertem Atemwegsinfekten nützen nichts, da die Infekte meist durch Viren verursacht werden. Gleichzeitig werden die Bakterien resistent gegen Antibiotika - zum Nachteil des Patienten.

4. Das Thorax-Röntgenbild vor jeder Operation hat eine lange Tradition aber wenig Nutzen

5. Protonenpumpenhemmer  sind wirksame Medikamente bei Refluxkrankheit und Magengeschwüren, die mittels Magenspiegelung gesichert wurden. Ansonsten schaden sie mehr als sie nützen. Lang ist die Liste der Nebenwirkungen: Osteoporose, Lungen- und Nierenentzündungen, Vitamin B12 Mangel usw.

Die erste und die letzte dieser fünf Empfehlungen werden an den Spiraldynamik Med Centern seit über zehn Jahren umgesetzt:

Unspezifische Rückenschmerzen
Hinter so genannten «unspezifischen Rückenschmerzen» verstecken sich oft  spezifische Fehlbelastungen, die mit Hilfe der «Spiraldynamik» Therapie gezielt angegangen werden können. Fehlbelastungen sind im MRI Bild nicht sichtbar, deshalb erübrigt sich die Bildgebung in vielen Fällen. Im Spiraldynamik Med Center haben wir zwischen Januar und September des laufenden Jahres über 1000 neue Patienten betreut. Die häufigste Diagnose lautet Rückenschmerz. Nach einer sorgfältigen Befragung und gründlichen Untersuchung steht die Therapie im Vordergrund. Erst bei ausbleibender Besserung oder bei Auftauchen von Alarmsymptomen wie Taubheitsgefühl oder Schmerzen in beiden Beinen schicken wir Patienten gleich nebenan ins MRI. Diese Patienten profitieren dann von unserer langjährigen Erfahrung als Zweitmeinungsinstanz, wenn es um das Abwägen von  operativen und nicht-operativen Therapiemöglichkeiten geht.

Schmerzmedikamente und Protonenpumpenhemmer
Die präventive Abgabe von Protonenpumpenhemmern begleitend zur Abgabe klassischer Schmerzmedikamenten gilt heute als Standard. 80 Prozent unserer Patienten leiden an chronischen Schmerzen. Auf drei Wegen gelingt es uns, die Einsatz von Protonenpumpenhemmer zu reduzieren: Im Vergleich zum Durchschnittlich verschreiben die Ärzte der Spiraldynamik Med Centers nachweislich zehnmal weniger Schmerzmedikamente. Zweitens: Wenn möglich versuchen wir es mit Langzeit-Medikamenten auf pflanzlicher Basis. Und wenn klassische Schmerzmittel, dann möglichst nur vorübergehend.

Wir sind stolz darauf, auf diesem Weg zum Wohle der Patienten und zur Effizienz des Schweizerischen Gesundheitswesens einen wertvollen Beitrag leisten zu können.

Christian Larsen
1. Oktober 2014