Spiraldynamik ist die Kunst und Wissenschaft der anatomisch richtigen Bewegung
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  SNE Förderpreis  
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  Die Stiftung für Naturheilkunde und Erfahrungsmedizin SNE mit Sitz in Solothurn, Schweiz, setzt den von der EGK Gesundheitskasse ausgerichteten Preis von CHF 15.000.- im Oktober für das Projekt "Zehn Jahre Spiraldynamik®" ein.  


Zehn Jahre Spiraldynamik®

Spiraldynamik®, entwickelt von einem fächerübergreifenden Expertenteam, befasst sich mit anatomisch intelligenten Bewegungsabläufen und innovativen Impulsen zur Veränderung krank machender Bewegungsgewohnheiten. Abgesehen vom präventiven Ansatz der Methode können viele chirurgische Eingriffe am Bewegungssystem vermieden werden. So werden sinnvoll Kosten gespart, ferner wird die Eigenverantwortung konkret gefördert und manchmal gar Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess ermöglicht.

Alternativ und doch wissenschaftlich

Initiator des Projekts ist Dr. med. Christian Larsen, Institutsleiter am medizinisch-therapeutischen Institut für Spiraldynamik® in der Privatklinik Bethanien in Zürich. Larsen hat sich u.a. durch seine internationale Lehrtätigkeit auf dem Gebiet der anatomischen Bewegungskoordination bekannt gemacht. Mit der Preisübergabe hat die Stiftung SNE die Auflage verbunden, es sei insbesondere die Thematik "Gesunde Kinderfüße" weiter zu verfolgen. Einen Einstieg bietet das Anfang September erschienene Buch "Gesunde Füße für Ihr Kind" diesjährigen Preisträger und Co-Autorinnen. Es enthält alles rund um Senkfüsse & Co mit den 32 besten Übungen der Erfolgsmethode Spiraldynamik®

Interview
Preisverleihung 17.10.02: Meta Zweifel stellt Fragen, Christian Larsen antwortet.


SNE Förderpreis 2002
Zehn Jahre Spiraldynamik® - Intelligent Movement

Gespräch mit dem Projektverantwortlichen Dr. med. Christian Larsen,
Institutsleiter Medizinisch-therapeutisches Institut für Spiraldynamik®, Privatklinik Bethanien, Toblerstrasse 51, 8044 Zürich

Christian Larsen, mit dem Förderpreis haben Sie die Auflage übernommen, die Preissumme von 15.000 Franken für das Projekt "Kinderfüße" einzusetzen. Wie kommen die Studienergebnisse in Form von nachvollziehbaren Präventionsmaß-nahmen zur Basis, zu Eltern und Kindern?

Anfang September 02 ist im Trias-Verlag das Buch "Gesunde Füße für Ihr Kind" erschienen, das ich zusammen mit der Journalistin und ehemaligen Kindergärtnerin Bea Meier und der Tanzpädagogin Gabi Wickihalter verfasst habe. Wir haben einen Zyklus von sechs systematisch aufgebauten Lernein-heiten entwickelt, so dass Eltern lernen können, wie sie mit ihren Kindern die Übungen durchführen können. Wir planen überdies eine entsprechende Inter-netseite www.fuss-schule.info
Anweisungen zur Fußgesundheit oder auch zur allgemeinen Bewegungsakti-vierung findet man derzeit zwar im Gesundheitsteil vieler Zeitschriften. Häufig werden jedoch solche Themen von Leuten aufgegriffen, denen es an Ausbil-dung und Fachkenntnis fehlt - dementsprechend sind die empfohlenen Übungen manchmal geradezu kontraproduktiv.

Fehlhaltungen und Fehlbelastungen können bekanntlich zu Gelenkschäden führen. Lassen sich in Einzelfällen durch ein gezieltes Spiraldynamik® Training orthopädi-sche Operationen vermeiden?

Ich habe gerade eben in einem Zeitrahmen von zwei Wochen statistisch er-fasst, dass acht bereits terminierten Operationen im Bereich Wirbelsäule, Fuß, Knie oder Schultern sich dank Spiraldynamik® wahrscheinlich verhindern las-sen. Das wird sich positiv auf die Kostensenkung auswirken.

Können Sie für die Alternative Spiraldynamik® statt Operation ein Beispiel geben?

Nehmen wir an, jemand hat einen Spreizfuss und beim Gehen entsprechende Schmerzen. Der Chirurg begradigt Zehen, gut so! Es findet jedoch keine Kor-rektur der chronischen Fehlbelastung statt - und so wundert man sich denn, dass der Patient trotz der Operation immer noch Schmerzen hat. 20 % aller Fußoperationen - ich halte dies für einen hohen Prozentsatz - verbessern die Situation nicht.

Sie erwähnten den Faktor Kostensenkung. Die Behandlung durch Spiraldynamik® setzt aber auch einen bestimmten Kostenaufwand voraus.

Sicher, im Aufwand pro Patient bin ich 25 % über dem Durchschnitt. Im Faktor Medikamente bin ich jedoch lediglich bei 3 %, während der Durchschnitt der Ärzte bei 100 % liegt. Im übrigen sehe ich meine Patienten nicht jährlich zehn-mal je 5 Minuten, sondern zweimal eine halbe bis eine ganze Stunde: Ich will mir Zeit nehmen für die Funktionsdiagnostik und ausreichende Erklärungen, so dass der Patient dann auch wirklich Selbstverantwortung wahrnehmen kann.

Im Prinzip scheinen Sie weniger an medizinischen Reparaturmechanismen und mehr an der Herstellung und Erhaltung von Gesundheit interessiert zu sein. Hat die-se Einstellung etwas mit Ihrer Affinität zu fernöstlichen Medizintraditionen zu tun?

Ich verfolge vor allem wissenschaftliche Interessen. Ich möchte beispielsweise in Japan erfahren, was sich zu welcher Zeit in diesem fernen Kulturkreis ent-wickelt hat und welche Erkenntnisse auf medizinischem Gebiet gewonnen worden sind. Bei uns ist man sich einig, dass 80 % aller Erkrankungen "selbstverursacht" sind: Bewegungsmangel, Fehlbelastungen, Übergewicht, Stress, Lebensgewohnheiten usw. sind Risikofaktoren. Eigentlich müsste man zur allgemeinen Verbesserung des Gesundheitszustandes bei ganz grund-sätzlichen Verhaltensänderungen ansetzen. Unser Institut bietet u.a. Tages-seminare an für die Bereiche Fuß, Hüfte, Becken, Knie, Rücken usw. Alles, was der Bewegungsqualität dient, geht in Richtung Prävention.

An Informationen und Aktionismus fehlt es bekanntlich nicht. Aber ist die Motivation nicht verhältnismäßig gering?

Es ist ein Privileg, mit selbstmotivierten Menschen zusammen zu arbeiten. Meine Patienten müssen einen Teil der Kosten selbst übernehmen - wobei wir eine Budget-Variante für jene haben, die keine finanzielle Eigenleistung brin-gen können. Im Gesundheitswesen wird von allen Seiten Eigenverantwortung gefordert - zu deren Förderung wird allerdings wenig getan. Mit der Spiraldy-namik® lernt der Patient ganz konkret, wie er sich im spezifischen Problembe-reich selber helfen kann. Die Methode kommt dem natürlichen Bedürfnis des Menschen entgegen, Ursachen zu verstehen und zu wissen, wie aus eigener Kraft eine Problemsituation verbessert werden kann.

Sie bezeichnen die Spiraldynamik® als wissenschaftliches und gleichzeitig als alter-natives Konzept. Geht es da nicht um eine schwer vereinbare Gegensätzlichkeit?

Wissenschaftlich bedeutet in diesem Fall, dass ich Ergebnisse zuverlässig messen und deren Nutzen belegen kann. Bis jetzt fehlt mir die Infrastruktur für prospektive Studien, bei der zwei Gruppen verglichen werden. Alternativ meint: Spiraldynamik® bietet eine reelle Alternative zur Schulmedizin. Ich spre-che bewusst nicht von Komplementärmedizin, weil wir in bestimmten Fällen durchaus eine Alternative zur Schulmedizin bieten können. Zum Beispiel: Die schulmedizinische Diagnostik identifiziert den Defekt den Riss im Meniskus, Spiraldynamik® identifiziert Ursachen wie etwa eine chronische Fehlbelastung. Der Verlauf der schulmedizinischen Therapie baut auf Abwarten, der Verord-nung von Medikamenten und allenfalls einer Operation; Spiraldynamik® will die Ursachen erkennen und beheben und konkret Hilfe zur Selbsthilfe bieten.

Wird die Spiraldynamik® Methode von Arztkollegen weithin akzeptiert oder stoßen Sie auch auf Ablehnung?

Häufig geht die Reaktion in Richtung "Spiraldynamik? - nein, bitte nicht schon wieder etwas Neues." Selbstverständlich begegne ich auch Vorurteilen, die fern von jeglicher Sachkenntnis wild wachsen. Kann ich jedoch an Vorträgen das Thema darlegen, erlebe ich überwiegend Zustimmung: "Endlich ein Alter-nativ-Konzept, das mir einsichtig ist." Selbstverständlich stoße ich auch auf Widerstand, weil man fürchtet, das eigene Arbeitsfeld werde beschnitten. Tat-sächlich bin ich überzeugt, dass weniger operiert werden muss, wenn es effi-ziente Alternativen gibt. Übrigens habe ich mit einigen Chirurgen Konzepte für verbesserte Operationstechniken entwickelt: Ich bin also keineswegs ein Gegner der Chirurgie, sondern stelle fest, dass der Nutzen eines chirurgischen Eingriffs stark von der Indikation abhängt. Oft verstehen Orthopäden von funktioneller Bewegung relativ wenig. Sie haben wie alle Mediziner aus Bü-chern, anhand von Leichnamen und an narkotisierten Patienten die Anatomie gelernt. Struktur und Funktion spannen oftmals einen weiten Bogen.

Welche Faktoren führen zu Störungen im Bewegungsapparat?

Ich sehe sechs Faktoren. Zwei lassen sich (noch) nicht beeinflussen, nämlich die genetische Veranlagung und natürliche Alterungsprozesse. Beeinflussbar dagegen sind Fehlbelastungen, Überlastungen, Unfallverhütung und die Er-nährung. Der Anteil an möglichen Verhaltensveränderungen ist somit recht hoch - was sich in einigen Fällen in einer Wiedererlangung der Arbeitsfähig-keit widerspiegelt.

 

SNE Preisträger 2002
Spiraldynamik®


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Preisträger Vorjahr
Kikom - Universität Bern

Preisträger im Vorjahr ist ein interdisziplinäres Forschungsteam der Universität Bern: die "Kollegiale Instanz für Komplementärmedizin der Universität Bern" KIKOM den Förderpreis. Der Preis wurde verliehen für die Konzeption einer Studie, welche die Wirksamkeit homöopathischer Arzneimittel bei Kindern und Jugendlichen mit Aufmerksamkeits-störungen und Hyperaktivität untersucht.

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