Spiraldynamik ist die Kunst und Wissenschaft der anatomisch richtigen Bewegung
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Rubrik: Portrait

Hanne Marquardt: Eine 50-jährige Erfolgsgeschichte mit Zukunft



Hanne Marquardt, 1933 in München geboren, entwickelte die Selbsthilfe-Massage „Reflexology“ aus den USA zur anerkannten komplementärmedizinischen Fußreflexzonen-Therapie.

Im ländlichen Allgäu aufgewachsen, wusste Hanne Marquardt schon in jungen Jahren, dass sie einen Heil- oder Pflegeberuf erlernen wollte. Den ersten Schritt tat sie mit dem Abschluss zur Krankenschwester in England. Es folgten Ausbildungen als staatlich geprüfte Masseurin, Atemtherapeutin und Heilpraktikerin - und das alles lange vor ihrem 30. Lebensjahr. „Zwischendurch“ heiratete sie, und als sie mit ihrem ersten Kind schwanger war, geriet ihr das Buch von Eunice Ingham „Stories the Feet can Tell“ in die Hände, eine Anleitung zur Eigenbehandlung der Füße aus den USA. Das Buch sollte wegweisend sein für ihren künftigen Lebens- und Fußweg!

1958 war das Geburtsjahr der Marke RZF nach Hanne Marquardt

Nach neun Jahren therapeutischer Arbeit, in der Hanne Marquardt die „Geschichten, die die Füße erzählen“ auch bei ihren Patienten anwandte und weiterentwickelte, startete sie mit der ersten Ausbildung von Fachkräften aus medizinisch-therapeutischen Berufen. Zunächst wurde aus der „Reflexology“ die Reflexzonen-Arbeit: Das gleichnamige Buch erschien 1975 und ist heute in der 23. Auflage erhältlich! Daraus entwickelte sie die Reflexzonen-Therapie. Hanne Marquardts „Praktisches Lehrbuch der Reflexzonentherapie am Fuß“ erschien 1993 und wurde in 12 Sprachen übersetzt. Heute gibt es 16 RZF-Lehrstätten in verschiedenen europäischen Ländern, zwei davon auch in der Schweiz. Vor 15 Jahren gründete sie zudem eine Lehrstätte in Form eines Hilfsprojekts im armenischen Erivan. Hanne Marquardt reist heute nach wie vor unermüdlich als Dozentin rund um die Welt.

>> Link zum Lehrbuch


5 Fragen 5 Antworten

Frau Marquardt, wie sehen Sie die Entwicklung des menschlichen Fußes – z.B. in den letzten hundert Jahren?
Nachdem der Mensch wesentlich weniger seine Beine und Füße benützt, ist es wichtig, sie wichtig zu nehmen! Im Vernachlässigten prägt sich das Pathologische rascher aus als im Gepflegten. Deswegen hat sich die Therapie an den Füßen weit mehr durchgesetzt als an den Händen.

Was kann nun RZF, was andere Methoden nicht können?
Ich sehe RZF nicht als alternative, sondern als komplementäre Methode zur bekannten und üblichen Form der Medizin. Sie kann das ergänzen, was der Schulmedizin heutzutage oft fehlt: Den ganzen Menschen erfassen, nicht nur sein Symptom, also die Spitze des Eisberges. Ganzheitliche Behandlungen erfassen vor allem auch den Hintergrund, auf dem das Symptom entstehen kann.

Gibt es Männer, die die Ausbildung machen und auch praktizieren?
Ja, ungefähr 10 bis 12 Prozent unserer Ausbildungsabsolventen sind Männer.

Welchen beruflichen Hintergrund haben Ihre Kursteilnehmer?
Das sind in der Regel 60 Prozent Physiotherapeuten, 15 bis 20 Prozent Krankenschwestern, ebenso viele Heilpraktiker, und der der Rest kommt oft aus den Berufsgruppen der Hebammen, Ergo- und Atemtherapeuten.

Wo sehen Sie die Schnittstelle zwischen RZF und Spiraldynamik
Beide Konzepte ergänzen sich. Spiraldynamik ist für das anatomisch-dynamische Verständnis unserer Fachkräfte bereichernd, Reflexzonentherapie am Fuß ihrerseits kann den Spiraldynamik-Fachleuten einen tieferen Einblick in eines der bekanntesten "Mikrosysteme im Menschen“ bieten.


>> Mehr zum RZF-Kongress
>> Lehrstättenübersicht


Bea Miescher
28. April 2008


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