Spiraldynamik ist die Kunst und Wissenschaft der anatomisch richtigen Bewegung
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Rubrik: Portrait


Gute Ideen sind schnell auf dem Tisch. Die Umsetzung ist ein anderes Thema. Ein Rückblick auf zwei Jahre Produktionszeit, von der zündenden Idee über die Kraft der Begeisterung bis zur Ziellinie.

„Wir müssen alles in bewegten Bildern und klaren Texten festhalten,“ sagte Dr. med. Christian Larsen anno 2002. Bei seinen Therapeuten und Spiraldynamik-Experten herrschte eitel Kopfnicken und bei den Kursleitern am Med-Center in Zürich (Link: http://www.spiraldynamik.com/is0300_kurse.html) rannte er ohnehin offene Türen ein. Alles muss multimedial erhältlich sein. Das ganze natürlich professionell, denn alles andere ist im medizinisch-therapeutischen Sektor unseriös und zurecht verpönt. Wer schon an einen 50 minütigen Film und ein 64 Seiten starkes Buch denkt, weiß: Das kostet! Das ganze mal zehn verschlingt ein Vermögen - nicht ein kleines, sondern ein grosses, dessen keiner der Beteiligten auch nur im Entferntesten habhaft ist. Also unmöglich? Theoretisch ja, praktisch NEIN.

 

Profis und Amateure im Spagat

Ärzte, Therapeuten und Spiraldynamik-Fachleute aus verschiedenen Fachgebieten und Ländern waren genügend begeistert, um das Projekt „lohnlos“ anzugehen. Dazu kamen glückliche Zufälle und zufälliges Glück. Letzteres vor allem mit dem Münchner Regisseur Thomas Kabel, einem engagierten Filmemacher, der sich auf eine Low-Budget-Produktion gefasst machte: Er lud das 30-köpfige Filmteam – verständlicherweise fast ausschließlich aus nicht-Film-Leuten bestehend -  nach München ein: Crash-Kurs in den Bavaria-Studios, professionelles Kamera-Coaching, das Produkt verstehen, den Fokus behalten. Verschiedene Drehorte und eine intensive Nach- und vor allem Nacht-Produktion führten schliesslich zum Ziel: Ein herzliches Dankeschön an Thomas Kabel, der seinen persönlichen Perfektionismus als Regisseur etliche Male hintanstellen musste, um die Spiraldynamik-Produktion zu realisieren!

 

Interne Glückstreffer

Neben Dr. med. Christian Larsen, der als Co-Produzent und wandelndes Feu-sacrée von A bis Z hinter der Produktion stand, flog Evelyne Gavenda, Physiotherapeutin und Spiraldynamikfachfrau für jeden Dreh von Wien nach Deutschland oder in die Schweiz – weil sie die perfekte Kombination ist: höchst kompetent und flexibel, telegen, unendlich geduldig mit anderen, perfekt mit sich selbst und unermüdlich spiraldynamisch! Experten vor und hinter der Kamera wurden zugezogen – und gerade in diesen Fällen wurde die Low-Budget Produktion nur No-Budget-Produktion. Ganz einfach Dankeschön an alle: Von der Maske über Kameraleute, Tontechniker, Regieassistenz, Anatomie-Modelle, Kostüm- und Kulissenverantwortliche – wer kennt nicht die endlosen Abspanne mit unendlich vielen Namen, die nach den Filmen durchlaufen und vom Publikum selten bis nie gelesen werden!

 

Externe Glückstreffer

Marina Prinz ist sechsfache Schweizermeisterin im Hürdenlauf, ein perfektes Fotomodell und Nachbarin der Familie Larsen. Das wurde ihr zusammen mit ihrem guten Willen zum Verhängnis. Dr. Larsens Idee war, die Bücher nicht mit künstlichen Anatomie-Modellen, sondern mit dem lebenden Körper zu bebildern. Anatomiebilder auf bemaltem Körper, damit jeder auf den ersten Blick sieht, was wo ist. So ließ sich Marina Prinz bemalen und posierte in unzähligen Stunden unter dem Pinsel und vor der Kamera der nicht minder unermüdlichen Fotografin Claudia Larsen.

 

Last but not Least: TRIAS

Die beste Produktion nützt nichts, wenn Sie den Weg auf den Markt nicht findet: Die Suche nach einem Verlag, der die DVD-Serie herausgibt und die Bücher produziert war der Knackpunkt: Alles oder nichts. Die guten Beziehungen zum Verlagshaus Thieme und Trias, allen voran zu Rosie Haarer-Becker und Sibylle Duelli, sowie die innovative Verlagspolitik ermöglichten die Herausgabe des Werks. In Stuttgart kennt man die unglaublichsten Geschichten, die Pleiten, Pech und Pannen, welche solche Produktionen zwangsläufig begleiten. Nerven behalten, durchhalten, Kompromisse, viel guter Wille und gezielte Hartnäckigkeit ersetzen in solchen Produktionen das große Budget, den fehlenden Geldsegen. Danke nach Stuttgart – und gleich zur Vorwarnung: Wir von Spiraldynamik sehen die Suppe nicht als gegessen an. Diese Zusammenarbeit ruft nach mehr!

 

Bea Miescher

28. März 2006

 


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