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Rubik: Portrait
Christian Heel: CEO, Pionier und Therapeut ![]() Als Bergführer wie als Therapeut verliert er das Ziel nicht aus den Augen - er weiss, welche Wege dorthin führen und weiss sich zu helfen wenn es keine Wege zu geben scheint. Ein Interview mit dem Leiter der Spiraldynamik Akademie. Bewegung hatte seine Kindheit geprägt: Einerseits war da der lange Schulweg, anderseits das Dorf und seine Umgebung als einzige große Spielwiese! Christian Heel wuchs mit drei Geschwistern im vorarlbergischen Dalaas auf. Nach der Matura 1988 folgte die Ausbildung zum österreichischen Skilehrer und Bergführer. Ein Jahr später begann er mit der Ausbildung zum Physiotherapeuten. 1992 am Ende seiner Physio - Ausbildung in Salzburg, lernte er Christian Larsen und die Spiraldynamik kennen. Begeistert von der Klarheit und Wissenschaftlichkeit des Konzeptes entschloss er sich zur Spiraldynamik Ausbildung. Heute hat er Experten-Status. Dazwischen folgten bewegungsreiche Time-outs: Ein Jahr zu Fuß und auf dem Fahrrad durch Neuseeland und eine Andenexpedition in Südamerika gaben ihm Raum und Zeit, das neue Wissen über Bewegungskoordination zu erproben und zu vertiefen. Internationale Lehr- und Autorentätigkeit und die Leitung der Spiraldynamik Akademie gehören heute zu Christian Heels Berufsalltag. Als Physiotherapeut bleibt er dicht an der Praxis, an den Menschen und somit an der Forschung. Christian Heel, was ändert mit der Neubenennung von International zu Akademie? Es sind zwei Bereiche die ändern: Einerseits der Innere: In 15 Jahren Schulung und Ausbildung wurde klar, was es braucht, um Spiraldynamik effizient vermitteln zu können: Was mit viel Forschergeist begann, ist nun organisch gewachsen. Das Konzept hält. Effizienz ist in einem Nachdiplomstudium besonders wichtig. Da werden Profis ausgebildet. Zweitens ist es die neue europäische Bildungslandschaft. Hier gilt es für uns, die Nase vorn zu halten. Die Schweiz ist da allgemein eher im Rückstand… Nein. Für die Schweiz ist es zwar typisch, dass solche Prozesse oft langsam, aber fundiert ablaufen. In der Physiotherapie ist es gerade umgekehrt. Die Schweiz hat als erstes deutschsprachiges Land die Physiotherapie-Schulen aufgelöst und Fachhochschulen daraus gemacht. Für uns gilt: Je schneller wir mit europäischen Bildungsnormen arbeiten können, umso besser für uns – und unsere Kunden. Woran orientiert sich die Akademie in all dem bestehenden Bildungs-Wirrwarr? Logischerweise an den Fachhochschulen: Das angesprochene Wirrwarr mit der Zusammenlegung der Schulen zu Fachhochschulen legt sich. Die Zusammenarbeit mit diesen Institutionen steht im Vordergrund. Aber will sich Spiraldynamik denn nicht gerade von den klassischen Physiotherapie-Schulen distanzieren? Nein, ganz im Gegenteil. Kooperation ist angesagt. Die Spiraldynamik-Ausbildung baut auf fundierte Basisausbildungen. Sei dies nun in Physio- oder Ergotherapie, in Pädagogik, Tanz oder Yoga. Eben auf all diesen „klassischen“ beruflichen Werdegängen. Spiraldynamik-Ausbildung baut danach sozusagen die „professionelle Neuzeit“ auf. Anatomieforschung neuester Stand, Physiotherapie des 21. Jahrhunderts, Yoga und Tanz mit Bewegungsintelligenz, Pädagogik mit neuer Inspiration. Das gibt neue Perspektiven. Was bedeutet das für die Zukunft der Physiotherapeuten? Primär heisst es: Weg von den Krankenkassen. Gerade in der Physiotherapie sind die Zeiten bitter. Physios brauchen unbedingt ein neues Berufsbild. Der Weg aus der Kassenabhängigkeit führt über die Eigenverantwortung des Patienten: Die sind erwiesenermaßen bereit, für Therapie im Sinn von Training und Weiterentwicklung etwas zu bezahlen. Wöchentlich 15 Minuten passive Therapie bringt auf die Länge nichts, vor allem, wenn die Kassen nach der ersten Therapieserie bereits kneifen. Langfristige positive Veränderungen werden nur möglich, wenn der Patient versteht und ändert. Dies ist keine körperliche, sondern eine psycho-neurologische Leistung. Das hat eine ganz andere Qualität und eine andere Zeitdimension. Verstehen und umlernen sind die Schlüssel. Warum machen die Kassen nicht mit? Lernen ist keine Kassenleistung. Übrigens: Intelligente Krankenkassen machen bereits seit Jahren mit. Der Langzeiterfolg ist so gut wie garantiert. Wollen die Patienten denn aktiv lernen? Immer mehr! Das „sich behandeln-lassen“ ist eher im Sektor Wellness gefragt. Was Gesundheitsförderung anbelangt, haben viele Menschen große Eigeninitiative – nur fehlt ihnen meist die konkrete Möglichkeit. Diese Möglichkeit bietet Spiraldynamik und wird von unseren Fachleuten vermittelt. Bea Miescher 28. November 2005
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