Spiraldynamik ist die Kunst und Wissenschaft der anatomisch richtigen Bewegung
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Rubrik: Event

Karate-WM: Über Zürich schwebt der Geist des Budo



Robert Sutter, Projektmanager der Karate-WM in Zürich, kombiniert seit Jahren Karate und Spiraldynamik. Bewegungsintelligenz steht bei beiden im Zentrum, aber auch die Philosophie geht Hand in Hand.

Zürich wird der Nabel der Shukokai-Welt. In der Saalsporthalle findet vom 17. bis 19. Juli 2008 die 12. KSI Weltmeisterschaft statt. Über 700 Athletinnen und Athleten aus vier Kontinenten werden sich an drei Wettkampftagen in verschiedenen Kategorien messen. Alle Finalkämpfe finden am Samstag, dem 19. Juli statt. Dabei werden die sportlichen Zweikämpfe und Teamwertungen wenig mit „Jackie Chan-Performance“ zutun haben: „Power, Schlagkraft mit voller Kontrolle ist angesagt“ erklärt Robert Sutter. „Wer den Gegner unkontrolliert  trifft, kriegt Abzug oder wird disqualifiziert.“ Sutter selbst ist Karate-Trainer und Schwarzgurtträger mit 5. Dan. Sein Sensei (Lehrer) Steve Lunt, 7. Dan, selber im Gremium der Welt-Chefinstruktoren,  leitet  das Karate Dojo in Adliswil, das mehr als 400  Trainierende in den Bann des Budo zieht.

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Äußere Kraft und innere Stärke
Karate gehört zu den „Künsten des Kriegsgottes Mars“, den Martial Arts auf Neudeutsch. Die haben es in ihrer traditionsreichen Geschichte zu höchsten sportlichen und kulturellen Ehren und durch die Filmbranche zu zweifelhaftem Ruhm gebracht. Neben den durchaus brachialen Aspekten  liegt der tiefere Sinn in einer wesentlich friedlicheren Philosophie: Der Karate-Kämpfer soll Aggression ausschalten, den Ruhezustand wieder herstellen durch die Bezwingung des Aggressors. Das ist der wahre Geist des Budo: Äußere Kraft und innere Stärke im Dienst einer höheren Ordnung: die höchste Form des Bewusstseins von Körper und Geist. Diese Souveränität strebt jeder Trainierende auf seinem individuellen Niveau an. So bedeutet Karate Lebensschulung. Robert Sutter erlebt es immer wieder als Trainer und Trainierender: „Wenn ich Entwicklungsschritte bei mir und anderen auslösen kann, dann ist das für mich mit einem innerlichen Glücksgefühl verbunden.“ Dabei nutzt er aktiv die Interventionsmöglichkeiten der Spiraldynamik.

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Spiraldynamik als Gütesiegel
Nach 15 Jahren Karate-Training lernte Robert Sutter  Christian Larsen kennen. „Ich war beeindruckt und tief berührt: Er, der westliche Arzt, sagte dasselbe zum Thema Körperintelligenz wie Soke Kimura, wie Steve Lunt.“ Der Zugang ist ein anderer, aber die Philosophie ist dieselbe. Sutter absolvierte den Grundlehrgang und reflektiert seither sein eigenes Training und das seiner Schüler aus dem Blickwinkel der Spiraldynamik. Intelligente Bewegung ist immer effiziente Bewegung. Ein entscheidender Faktor, auch im Karatesport. „Mir fiel schnell auf, dass gutes Karate gar nicht ohne Spiraldynamik geht“, schildert Sutter seine Erkenntnisse. „Ob das dem Karateka nun bewusst ist oder nicht, ob er jemals von Spiraldynamik gehört hat oder nicht. Karate funktioniert nur mit der Dynamik der körpereigenen Spiralkraft.“ Als Trainer hat er die Möglichkeit, fehlende Dynamik in der Bewegung seiner Schüler zu erkennen und zu begründen: Liegt es an der Bewegungsführung, die umtrainiert und verändert werden kann, oder ist es ein funktionelles Problem? Im zweiten Fall schickt Sutter seine Schützlinge ans Spiraldynamik Med Center, wo die blinden Flecken ärztlich diagnostiziert und therapeutisch umgeschult werden. „Spiraldynamik ist für mich das Gütesiegel als vermittelnder Trainer und für mein eigenes Karate.“

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Bea Miescher
15. Mai 2008




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