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Rubik: Events Physiopädagogik: Das beste aus Therapie und Pädagogik Apropos Schnittstellen: Alle reden von interdisziplinärer Zusammenarbeit. Wir blicken auf zehn Jahre fächerübergreifende Zusammenarbeit zurück. Beispiel Medizin: Am Spiraldynamik Med Center arbeiten Ärzte und Physiotherapeuten Hand in Hand zusammen. Gemeint ist inhaltliche Übereinstimmung, nicht formeller Austausch oder betriebswirtschaftliche Optimierung. Beispiel Schule: Der Körper ist immer dabei. Er sitzt, atmet, bewegt, schwitzt, denkt, spricht, schreibt. Bewegung verbessert nachweislich die Leistungsfähigkeit, Körperwahrnehmung entwickelt das räumliche Vorstellungsvermögen. Auf diese gelebte Interdisziplinarität sind wir schon ein bisschen stolz. Mehr noch: Nach Jahren des fächerübergreifenden Austauschs wird jetzt auf Kongress-Niveau die spartenübergreifende Zusammenarbeit diskutiert. Kick-off Referate: Interdisziplinäre Standortbestimmungen Primarlehrerin Sabine Senn analysiert den Wandel von der Institution Schule zum Bildungsnetzwerk Schule. Pisa Evaluation der Studenten (http://www.portal-stat.admin.ch/pisa/pisa_d_r001.htm) und Bologna Hochschulreform sind dabei, Realität zu werden. Das Bewegungskonzept Spiraldynamik erweist sich als nützliches Instrument auf dem Weg von Stoffplan und Sachwissen zur Kompetenzvermittlung. Präventivmediziner Rolf Zahnd unterzieht die Spiraldynamik einem Härtetest: Sind die offiziellen VIPERN-Kriterien der Gesundheitsförderung erfüllt? Die Noten „gut“ gab es für erzielte Verhaltensänderung, Integrierbarkeit in den Alltag, aktive Partizipation sowie für die Förderung der persönlichen Ressourcen. Zweimal „ok mit Handlungsbedarf“ gab es im Bereich Nachhaltigkeit und bezüglich eines vernetzten Vorgehens auf verschiedenen Ebenen. Physiotherapeutin Milena Daniel führt mit Siebenmeilenstiefeln durch das Bolognamodell. Mögliche und wünschbare Konsequenzen für die Spiraldynamik: Wir wollen das Ausbildungskonzept professionalisieren und modularisieren, damit Teile davon potentiell in Hochschullehrgänge integriert werden können. Hauptreferate: Impulse für ein neues Berufsverständnis An Hand eines Patientenbeispiels konkretisiert Christian Larsen die komplexe diagnostische Arbeit der Ärzte am Spiraldynamik Med Center zwischen moderner Schulmedizin, funktioneller Bewegungsanalyse und Evidenz-basierter Medizin. 13 Euro pro Behandlung im Viertelstundentakt – so sehen die Arbeitsbedingungen für Physiotherapeuten in Deutschland aus: Symptombekämpfung statt ursachenorientiertes Lernen ist programmiert. Gegensteuer gibt Christian Heel mit seinem Pilotprojekt mit Physiotherapeuten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Sie arbeiten mit den Patienten in Gruppen und Einzelstunden und bauen so ein Kassen unabhängiges zweites Standbein auf. Dies mit sehr unterschiedlichem Erfolg, aber neuen Berufsperspektiven, wie die ersten Zahlen belegen. Qualität hat Zukunft. Dieser Leitsatz ist Programm für Ursula Dietrich. Das anatomisch-funktionelle Vokabular der Spiraldynamik und die Bewegungslehre von Rosalia Chladek bilden das inspirierende Fundament für die Vollzeit-Berufsausbildung Gymnastik in Baden. Hier wird der Bogen von bewegungspädagogischen Standards zum ur-individuellen Bewegungsausdruck gespannt, eine Annäherung von Bewegungskunst und Wissenschaft. Bewegend: Moderation und Rahmenprogramm Mit österreichischem Charme moderierten Evelyn Gavenda und Martin Dürl den Kongresstag. Neu fand dieses Jahr eine Plenumsdiskussion mit allen Referenten statt. Dem Publikum bot sich so die Gelegenheit, direkt und spezifisch Fragen zu stellen. Ein spannender Gedanken- und Informationsaustausch. Wie Physiopädagogik bereits in der Ballettschule mit spiraldynamischem Fokus unterrichtet wird, demonstrierte die Kinderklasse von Shonach Mirk Robles live auf der Bühne der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Zürich. Atmosphärische Dichte und Überraschungseffekte charakterisieren die beiden Video-Performences von Barbara Eichenberger und Ursula Dietrich – Bewegungsausdruck im kreativen Spannungsfeld von Perfektion und Authentizität. Claudia Larsen 27. November 2005
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