Spiraldynamik ist die Kunst und Wissenschaft der anatomisch richtigen Bewegung
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Rubrik: Ausprobiert


Fuß -Meßgeräte: Vergessen Sie Schuhnummern!



Die richtige Passform für Kinderschuhe ist entscheidend. Damit die Wahl des Schuhs nicht dem Zufall überlassen wird, gibt’s Messgeräte im Handtaschenformat. Drei Möglichkeiten, punkto Länge Klarheit zu schaffen.

Das Problem ist erkannt: Die angeschriebene Schuhgröße entspricht selten der effektiven Schuh-Innenlänge. Gemäß der neuesten Studien weichen die aufgedruckten Schuhnummern bis zu vier Größen von der effektiven Innenlänge ab: Die Schuhe sind in Wahrheit um Zentimeter kleiner als angeschrieben. Ein Horror – nicht nur für Kinderfüße! Bis sich alle Schuhgeschäfte zum standardisierten Gebrauch von 3D-Profi-Messgeräten durchringen können, oder wenn Schuhe in der Selbstbedienung gekauft werden, sind kleine Füße auf sich selbst gestellt.

Praktische Helfer ermöglichen die Messung des Innenschuhs, doch Vorsicht: Die Methoden ersetzen keinesfalls ein Profi-Messgerät, das den Kinderfuß dreidimensional ausmisst. So werden bei den genannten Methoden Risthöhe und Fußbreite wenig bis gar nicht berücksichtigt. Als "Erste Hilfe" taugen aber alle drei Geräte:

BIMS - das kleine feine aus der Schweiz

BIMS ist handlich, präzise und durch das erhöhte vordere Ende auch Zehenfreundlich: Kinderschuhe, die vorn zu flach runtergenäht sind, drücken auf die Zehen, und das ist Gift für die selben. BIMS misst Fußlänge und Innenschuh und gibt die geforderten 15 Millimeter Spielraum automatisch zu. Hinter dem einfachen Produkt steht der Berner Physiotherapeut Philippe Bücheli, der bereits vor 10 Jahren die Brisanz des Themas erkannt hatte und mit BIMS einen wirkungsvollen Messchieber auf den Markt brachte.
Und so geht’s: http://www.bims.ch

plus12 – darauf basiert die Studie

plus12 ist etwas weniger handlich und robust, spricht aber punkto Länge Klartext. Wie BIMS berücksichtigt plus12 die Aspekte Länge und Zehenfreiheit. Die Studie im Auftrag des österreichischen Bundesamtes für Gesundheit hat den Salzburger Sportwissenschaftler und Co-Erfinder von plus12, Dr. Wieland Kienz, zur Berühmtheit im Kampf für passende Kinderschuhe gemacht – ein Lob ihm und vor allem der Regierung, die das Thema ernst nimmt!
So funktioniert es: http://www.kinderfuesse.com

Schablone – die kostenlose Do-it-yourself-Variante

Es geht auch einfach: Ihr Kind stellt sich barfuß auf ein Stück Halbkarton. Zeichnen Sie den genauen Umriss des Fußes nach und geben Sie vorn an den Zehen 12 Millimeter zu. Ausschneiden, mit ins Schuhgeschäft nehmen und in die Schuhe der Wahl hineinlegen. So haben Sie die Aspekte Länge und Breite unter Kontrolle. Die Zehenfreiheit ertasten Sie am besten, indem Sie mit der Hand in den Kinderschuh schlüpfen – vorne muss es in der Höhe genügend Platz haben.

Bea Miescher
20. Januar 2007


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