Spiraldynamik ist die Kunst und Wissenschaft der anatomisch richtigen Bewegung
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Schwarzes Leder, Chrom und Edelholz umgeben meinen Körper, ich liege auf dem Cadillac der Pilates-Fitnessgeräte, schwitze, hänge rücklings über dem Luxus-Gerät und mache Klimmzüge. Aus der Ferne ermutigt mich eine Stimme. „Super, nur noch ein letztes Mal!“

Andere Frauen kriegen französische Parfums, topmodische Seidenblusen oder gar funkelnde Diamanten zum Geburtstag. Mich „beglückt“ mein Liebster mit einem Gutschein: „5 Stunden Pilates-Einzelhaft“.

Mit diesen Gedanken komme ich im Room to move an bester Zürcher Geschäftslage an. Die Stimme vom Telefon entpuppt sich in Natura weder als Pilates-Domina noch als Fitness-Apostel: Sympathisch, einfühlsam und mit einem Lachen begrüsst mich Daniela Pauli. Sie hat eine Spiraldynamik Ausbildung gemacht und erzählt begeistert, wie gut sie diese Prinzipien in ihrem Beruf als Bewegungspädagogin umsetzten kann.

Im luftigen Studioraum verteilt stehen vier Pilates-Geräte: Cadillac, Reformer, Wunda Chair und Ladder Barrell . Schlichtes Design, blanke Stahlfedern und simple Seilzüge anstelle der bleischweren Gewichte.

Schon liege ich flach auf dem Rücken und mit gestreckten Beinen auf dem „Cadillac“. Unter Anleitung, beinahe spielerisch gleite ich von Übung zu Übung. Bauchmuskeln, Oberschenkel, Wirbelsäule dehnen, elastisch drehen und spiraldynamisch  verschrauben - herrlich!

Seit ich vor Jahren die Spiraldynamik-Grundausbildung gemacht habe, kann ich nicht mehr in irgendeine Bewegungsstunde gehen und schon gar nicht, wenn die Übungen nicht fachgerecht angeleitet werden. 

Ich entdecke mit Hilfe einfacher Griffe oder Holzstäbe, was auf dieser Trapezbank alles möglich ist. Erstaunlich wie vielseitig und umwandelbar ein einziges Gerät sein kann. Kraft und Ausdauer,  Bewegungskoordination und Körperbewusstsein – intelligentes Training und Bewegungsqualität.

Stiefmütterliche Schattenkörperteile wie Schulterblätter oder Mittelfuss spielen plötzlich Hauptrollen. Das macht Spass und tut gut!

Sogar der Muskelkater am nächsten Morgen, in den verstecktesten Winkeln meines Körpers, fühlt sich gut an und motiviert zum Weitermachen.

Aber bitte nicht meinem Mann verraten! Wer weiss, was mich sonst beim nächsten Wiegenfest erwartet...

Claudia Larsen

Juni 2005

 

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