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Rubik: Bewegung
Qi Gong: aktives Geschehenlassen ![]() Dr. Gertraud Albers, Ärztin am Institut für Spiraldynamik an der Privatklinik Bethanien. Sie erklärt den medizinischen Nutzen der chinesischen Traditions- Disziplin im Spannungsfeld Körper, Atem und Geist. Mit der hohen Kunst der Entschleunigung zu innerer Ausgeglichenheit und zum ureigenen Rythmus. Aus der traditionell chinesischen Medizin stammen neben Akupunktur, Kräuterheilkunde, Diätetik und Massage (Tuina, Anmo) auch Bewegungsübungen, die Krankheiten vorbeugen oder heilen können. Diese Übungen werden „Qi Gong“ (gesprochen "Tschi Gung") genannt, was wörtlich mit "Arbeit mit, durch und am Qi" sinngemäß mit "Pflege der Lebensenergie" übersetzt werden kann. Viele sind leicht erlernbar, da sie auch für kranke Patienten gedacht sind, die zunächst keine komplizierten Bewegungsabläufe aufnehmen können.
Eine theoretische Darstellung widerspricht dem Wesen von Qi Gong. Den Begriff Qi lässt sich nicht mit einem gleich aussagekräftigen deutschen Wort übersetzen. Aspekte des Qi können vielmehr innerlich und äußerlich wahrgenommen werden, über Körperwahrnehmung, Luft, Sonne, Nahrung oder in der Verbindung mit dem Gegenüber. "Der Mensch lebt inmitten von Qi und Qi erfüllt den Menschen. Angefangen bei Himmel und Erde bis zu den zehntausend Wesen braucht alles das Qi um zu leben." Huang Di Nei Jing Qi Gong Übungen sind ein über die Jahrtausende gehüteter Schatz, der in ungebrochener Tradition von einem Lehrer auf seine Schüler weitergegeben und immer mehr verfeinert wurde. Wesentlich für das Verständnis ist das Prinzip der Polarität von Yin und Yang als zusammengehörende Pole einer Einheit, die sich gegenseitig bedingen - wie Ruhe und Bewegung, Empfangen und Geben, Tag und Nacht, Loslassen und Anspannen - und jeweils den Keim des anderen in sich tragen.
Tausende verschiedener Übungsformen zeigen die Vielfalt des Qi Gong. Ich bin eher erstaunt, wenn jemand ähnliche übt wie ich! Als Ärztin bestand meine Ausbildung zur Qi Gong Lehrerin v.a. aus medizinischem Qi Gong, das ich regelmässig (Dienstag Abend) am Institut für Spiraldynamik in Zürich anbiete.
Traditionell gibt es den Begriff der 3 Säulen des Qi Gong: 1. Körper: Unser Leib ist der materielle Ausgangspunkt unserer Wahrnehmung. Beim bewegten Qi Gong entsteht in schönen ästhetischen Formen Freude an den Bewegungen. Das menschliche Bewegungssystem gehorcht bestimmten Gesetzmäßigkeiten. Hier findet sich Spiraldynamik perfekt wieder. Von der Fußstellung über die Beinachsen, bis zur Dehnspannung der Wirbelsäule durch die Aufrichtung des Beckens und durch den "schwebenden" Kopf. 2. Atem: Anfänger werden in der Regel Übungen erlernen, bei denen der Fluss der spontanen Atmung beobachtet und erleichtert wird ohne sie gezielt zu verändern. Für Fortgeschrittene oder bei schweren und chronischen Krankheiten gibt es eine Vielfalt spezieller, hochwirksamer Techniken. Diese unterstützen den Körper und das vegetative System ebenso wie die psychische Situation. 3. Geistige Regulierung: Von Anfang an wird großer Wert auf die Wahrnehmung und Aufmerksamkeit gelegt. Das Ziel ist die Harmonisierung des Qi Flusses. Dazu werden auch Visualisierung, Vorstellung und Imagination eingesetzt. Willentliche Steuerung und die Fähigkeit des Geschehenlassens sind von zentrale Bedeutung. Wird ein fördernder Zustand erreicht, können die Selbstregulations- und -heilungskräfte ideal wirken. Der Geist ist der freundschaftliche Partner des Körpers und umgekehrt.
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