| Rubrik: Medizin
Introvision: Unsichtbares sichtbar machen
Der Titel des diesjährigen Herbstkongresses kann wörtlich genommen werden. Wissenschaft und Technik machen es heute möglich, den menschlichen Körper mit fast gläserner Transparenz zu durchforschen: Einzelheiten wie Organe oder Schmerzquellen können mit fotografischer Präzision plastisch visualisiert werden. Introvision heisst das Zauberwort: Als Gunther von Hagen in Basel seine „Körperwelten“ präsentierte, strömten Spiraldynamikerinnen und Spiraldynamiker hoffnungsvoll ans Rheinknie: War da wirklich zu sehen, was an Kunststoffskeletten, mit Therabändern und viel eigenem Vorstellungsvermögen bislang vor dem geistigen Auge zusammengeschustert wurde? Die kühnsten Hoffnungen wurden übertroffen: Endlich den genauen Ansatz des Illiopsoas erkennen, die Spiralwindungen und –systeme eins zu eins vor sich zu haben – das war ein Quantensprung für nicht-studierte Anatomen, die bisher auf ihre eigene Imagination zählen mussten. Nun ist ein weiterer Quantensprung gemacht: Die MRI-Technik erlaubt es heute, den menschlichen Körper bis ins innerste Detail transparent zu machen, die gewünschte Stelle plastisch zu gestalten. Für Spiraldynamiker eröffnet sich ein neues Feld: Denn was in Körperwelten statisch schon begeisterte, kann in der modernen Medizin nun auch dynamisch aufs Genauste beobachtet werden. Bewegung wird im Körper sichtbar. Eindrücke der neuen Technik gibt es am Spiraldynamik Kongress 2004 anlässlich des Referats von Dr. med. Christian Larsen. Beatrice Miescher Oktober 2004 |
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