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Rubik: Medizin

Dr. med. Rolf Zahnd: „Übernehmen SIE das Steuer!“



Alle schreien nach Eigenverantwortung: Solange Ihre persönlichen Gesundheitsdaten weit verstreut bei Ärzten, Therapeuten und anderen medizinischen „Zweigstellen“ liegen, geht das nicht: Warum wir uns das nicht mehr bieten lassen sollten und eine handfeste Alternative stellt der Berner Arzt Rolf Zahnd vor.


Stellen Sie sich vor, Sie brauchten Geld von Ihrem Bankkonto und müssten dazu warten bis der zuständige Mitarbeiter aus den Ferien zurück ist und Ihnen zuerst sagen muss, ob der aktuelle Saldo genügt. Unvorstellbar, nicht? Genau dies lassen wir uns aber als Konsumenten im Gesundheitswesen bieten und kommen nicht einmal auf die Idee, dass daran etwas falsch sein könnte!


In der jährlich wiederkehrenden Zeit, in der die neuen Krankenkassenprämien bekannt werden, sind die Stimmen besonders laut, die nach mehr Eigenverantwortung rufen. Verantwortung kann man aber nur übernehmen, wenn man die Kompetenz dazu entwickelt und Zugang zu den benötigten Informationen hat. Dies geht in einem System, das auf das Abschieben von Verantwortung optimiert worden ist, nicht ohne Investitionen, Mühe und Nebengeräusche. Ein erster und wesentlicher Schritt in diese Richtung steht heute jedem von uns offen: Die eigenen Gesundheitsinformationen selber sammeln und verwalten.


Unsere persönlichen Gesundheitsdaten sind bei unseren Ärzten, Apothekern, Therapeuten und Versicherern. In welcher Form was wo gespeichert und aufbewahrt wird, wissen wir nicht und noch weniger haben wir die Kontrolle darüber, welche Informationen zwischen diesen Partnern ausgetauscht werden. Wenn überhaupt geben wir zu diesem Datenverkehr bewusst oder unbewusst Blanko-Vollmachten. Uns fehlt aber auch der Überblick über unsere eigene Gesundheit. Das muss nicht sein. Noch bevor uns die viel gepriesene Gesundheitskarte mit staatlich verordneten Funktionen und Pflichten begleiten wird, können wir schon jetzt damit beginnen, unsere persönlichen Gesundheitsinformationen in einem intelligenten elektronischen System zusammen zu führen.



Neugierig? Eine solche Datenbank gibt es nämlich bereits und sie bewährt sich!



Lesen Sie weiter unter der November-Newsletter-Rubrik: Ausprobiert


Dr. med. Rolf Zahnd

November 2005

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