Spiraldynamik ist die Kunst und Wissenschaft der anatomisch richtigen Bewegung
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Rubrik: Medizin


Patienten und Medien bekunden lebhaftes Interesse und aktive Unterstützung. Die Reaktion der Ärzteschaft schwankt zwischen Unkenntnis und Skepsis. Der ärztliche Leiter des Instituts für Spiraldynamik in Zürich sagt, warum das so ist.

Vor fünf Jahren habe ich zusammen mit Milena Daniel das Institut für Spiraldynamik in Zürich gegründet. Die Philosophie von Partnerschaft, anatomisch richtiger Bewegung und Eigenverantwortung hat inzwischen Fuß gefasst. Rund hundert Operationen können wir so jedes Jahr verhindern. Wir bekommen viel Anerkennung von zufriedenen Patienten. Die Mitarbeiterzahl ist von zwei auf heute über dreiundzwanzig gestiegen. Im Jahr 2002 wurden wir mit dem SNE Förderpreis ausgezeichnet. Drei große Zeitschriften haben im letzten Quartal in ausführlichen Reportagen über das Institut berichtet, Schweizer Familie, Gesundheit-Sprechstunde und Medical Tribune. Eine Erfolgsgeschichte auf die wir ein bisschen stolz sind.

Die Reaktionen von Ärztinnen und Ärzten reichen von offen-interessiert über kritisch-skeptisch bis hin zu feindlich-ablehnend. Zum einen ist das eine Frage der Persönlichkeit. Zum anderen auch eine Frage der Umstände. Der Gesundheitsmarkt wird mit neuen Methoden und Produkten überschwemmt. Der aufgeschlossene und interessierte Arzt ertrinkt förmlich in einer uferlosen Informationsflut. Mit anderen Worten: Jede neue Idee - unabhängig von ihrer Qualität und Relevanz - muss sich zuerst einmal Gehör verschaffen. Das braucht Zeit und Fakten. In diesem Informationspoker hat das Grundlagenkonzept Spiraldynamik - realistisch betrachtet - denkbar schlechte Karten. Dies aus ganz verschiedenen Gründen: Ärzte sind in Sachen Medizin des Bewegungssystems ungenügend ausgebildet! Medizinstudenten lernen die funktionelle Anatomie aus Büchern und von Toten - statt dreidimensional und lebendig. Hier herrscht anerkannterma ß en ein erheblicher Innovationsrückstand. In einer Zehn-Minuten-Medizin fehlt schlicht die Zeit für genaues Hinhören und exaktes Untersuchen - beides Kernbestandteile des Spiraldynamik-Konzepts. Der Begriff Spiraldynamik ist zudem alles andere als selbsterklärend. Und schliesslich fehlen hochkarätigen Studien zu Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit. Alles in allem keine tolle Startposition im globalen Poker um Aufmerksamkeit.

 

Als kleines Institut haben wir weder Budget noch Auftrag noch die notwendigen Ressourcen, eine Kampagne "persönliche Prävention statt teure Therapie" zu lancieren. Der Patient lernt, sich selbst zu helfen, die Therapeuten können davon leben. Ganz anders bei einem operativen Eingriff! Hier greifen die Interessen von Spital, Hightech-Industrie, Lieferanten und Pharma-Multis perfekt ineinander. Alle können bei diesem Geschäft mitverdienen. Ein Konzept, das effiziente Selbsthilfe ins Zentrum rückt und unnötige Abklärungen, Medikamente und Eingriffe verhindert, ist geschäftlich definitionsgemä ß unattraktiv. Oder gar unerwünscht? Platz für Dritte, mitzuverdienen, gibt es hier keinen. Effiziente Selbsthilfe liegt vor allem im unmittelbaren Interesse der Patienten - und der Ärzte, ihren natürlichen Verbündeten.

 

Persönlich habe ich überwiegend positive Erfahrungen mit Ärzten gemacht. Die anfängliche Skepsis weicht rasch einem offenen Interesse. Jeden Tag führe ich konsiliarische Untersuchungen und Abklärungen im Auftrage anderer Ärzte durch. Viele Kollegen schicken ihre Angehörigen oder kommen selbst vorbei, wenn der Schuh drückt. Die Spiraldynamik-Kompakteinführungen für Ärzte sind gut besucht (Kursdaten auf www.spiraldynamik.com ). Die Zusammenarbeit mit universitären Instituten klappt bestens. Gedanken- und Erfahrungsaustausch mit Ärzten anderer Disziplinen ist erfrischend unkonventionell, tiefgründig und inspirierend. Die Schnittstelle zwischen Spiraldynamik-Therapie und Chirurgie funktioniert - wo nötig - einwandfrei und ohne Berührungsängste. Im Gegenteil! Qualitätsbewusstsein und Sinn für Funktionalität wirkt verbindend zwischen Therapie und Chirurgie - im Interesse des Patienten.

 

Dr. med. Christian Larsen

Institutsleiter Spiraldynamik Zürich

22. Februar 2005

 

 

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