Spiraldynamik ist die Kunst und Wissenschaft der anatomisch richtigen Bewegung
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Rubrik: Patientenbeispiel

Patientenbeispiel: Tanz auf Messers Schneide



Ulla Kasics gehört als Tänzerin und Tanzpädagogin in der Schweiz zu den bekannten Bewegungsschaffenden der letzten Jahrzehnte. Als 82-jährige ist sie noch immer in ihrem Beruf tätig. Schmerzhafte Fußprobleme schienen ihre Karriere abrupt zu beenden. Doch es kam anders.

Ulla Kasics ist in Tanzkreisen eine Legende. Als Schülerin von Gret Palucca und Rosalia Chladek hat sie sich zeitlebens für den zeitgenössischen Tanz eingesetzt. In Dresden aufgewachsen erhielt sie in jungen Jahren ihre Tanzausbildung bei Palucca. Nach Lehrtätigkeit an der Folkwangschule in Essen zog sie in die Schweiz, wo sie am Stadttheater Bern ihren Mann, Tibor Kasics, den bekannten Musiker und Komponisten, kennen lernte. Nach der Bühnenkarriere gründete sie ihre eigene Tanzschule in Zürich, wo sie sich während 30 Jahren der Berufsausbildung widmete und – nach einer kritischen Schmerzphase - bis heute Laien- und Weiterbildungskurse gibt. Ihr Patientenbeispiel entspricht ihrem Leben und unserer Erfahrung: Disziplin, Begabung und Bewusstsein machen in jeder Lebensphase kleinere und größere Wunder möglich.

Auf dem Weg von halben zu ganzen Wahrheiten

Am 12. Februar 2008 suchte Ulla Kasics das Spiraldynamik Med Center auf: Bei jedem Schritt litt sie unter massiven Schmerzen auf dem Rist. Die orthopädische Diagnose brachte sie im Handgepäck gleich mit: Jener Muskel (M. tibialis anterior), der den Fuß Schritt für Schritt anhebt, sei massiv entzündet, die Sehne teilweise gerissen und müsse sogleich operiert werden. Dr. med. Christian Larsen nahm es zur Kenntnis und erstellte seinerseits eine Diagnose nach seinem bewährten Konzept. Drei Dinge braucht der Fuß:

- Keine Operation ohne gesicherte Diagnose
- Zuerst die Therapie, dann das Skalpell
- Aktives Training – nicht Einlagen und Spritze

Und so schildert Larsen die Erfolgsgeschichte:

Exakte Diagnose
"Ich habe mir den rechten Fuß genau angesehen: der Sehnenansatz am Rist ist stark überwärmt, geschwollen und sehr schmerzhaft – ein Anheben des Fußes ist kaum möglich. Der Befund deckt sich mit der auswärtigen Diagnose. Ob die Sehne im Innern tatsächlich gerissen ist oder nicht, kann ich nicht erkennen." Die Ultraschalldiagnostik half diese Frage rasch zu klären. Das erfreuliche Ergebnis: Massive Entzündung am Sehnenansatz ja – Riss im Innern der Sehne nein! Die Notwendigkeit einer Operation war damit vom Tisch.

Funktionelle Ursache
Jetzt begann die Ursachenforschung: Wieso kommt es zu dieser Sehnenansatzentzündung? Warum ausgerechnet diese Sehne? Und warum rechts und nicht links? Klinische Untersuchung und computergestützte Diagnostik geben Aufschluss:

- Sehnen- und Muskelansätze unterliegen genau wie die Knorpel einem Alterungsprozess und reagieren bei Überforderung (intensiver Tanzunterricht) mit Entzündung.

- Hinzu kommt eine chronische Fehl- und Überbelastung speziell dieser Sehne, die dynamische Fußdruckmessung zeigt eine Verlagerung der Belastungslinie nach innen (Knickfu
ß). Das elastische Federn der Fußgewölbe ist erschwert, die Belastung auf die Sehne steigt.

- Das rechte Bein von Ulla Kasics ist im Hüftgelenk nach innen gedreht – ein so genanntes Kneeing-in – was den Knickfu
ß rechts verstärkt und die Rechtsseitigkeit der Beschwerden erklärt.

Therapie und Verlauf
Alle beschriebenen Faktoren sind gezielt behandelbar. Die Therapie wurde von Christine Baumann, Tänzerin, Physiotherapeutin und Spiraldynamik-Fachfrau am Med Center in Zürich durchgeführt: Fuß- und Beinachsentraining gemäß Spiraldynamikkonzept, lokale Behandlung mit Ananas (effizient gegen Entzündungen).

Nachkontrolle vier Monate später am 4. Juni 2008: Die Patientin hat kaum noch Schmerzen, sämtliche Entzündungszeichen sind verschwunden, die Sehne erfreut sich bester Gesundheit. Gemäß interner Jahres-Statistik die 88. Operation, die wir im Med Center Zürich seit dem 1. Januar 2008 verhindert haben.

O-Ton Ulla Kasics: „Eine unerwartet erfolgreiche Therapie, die es mir ermöglicht, meine Berufung mit geradezu jugendlichem Schwung weiterhin auszuleben.“

Abbildung Panoramabild: Fußabrollen links vor und rechts nach der Therapie. Die Belastungslinie (rot) verläuft jetzt korrekt durch den Fuß und nicht mehr über die Innenseite.

Christian Larsen
16. Juni 2008





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