Spiraldynamik ist die Kunst und Wissenschaft der anatomisch richtigen Bewegung
  News Übersicht »    Artikel Drucken »

Rubrik: Patientenbeispiel

Patientenbeispiel: Schleudertrauma braucht Zeit




Mit der 25-jährigen Alexandra Zingg eröffnen wir im Spiraldynamik-Newsletter eine neue Rubrik mit Patienten, die Spiraldynamik erfolgreich anwenden und Operationen und Schmerz abgewandt haben.  

Alexandra Zingg verunfallte vor zwei Jahren in ihrer Ausbildung: Die Artistin und Schauspielerin jonglierte im Training kniend, während ihre Kollegin hinter ihr im Handstand war. Sie verlor das Gleichgewicht und stürzte mit dem gesamten Körpergewicht auf Alexandra. „Es durchfuhr mich wie ein Blitz“, erinnert sich die junge Künstlerin. „Der Schlag durchzuckte meinen Rücken von oben nach unten und wieder hinauf.“ Typisch Artistin biss sie die Zähne zusammen und wandte sich nach dem Feierabend gemäß der Empfehlung ihres Lehrers an den Chiropraktiker. Typisch für ein Schleudertrauma: Der Schmerz klingt vorerst ab und kommt dann etappenweise zurück, oft erst Tage nach dem Unfall. So kam es, dass Alexandra nicht wegen Schleudertrauma im Nacken, sondern vor allem im unteren Rückenbereich behandelt wurde.

Patient, Arzt und Therapeut als Team

„Als es nicht bessern wollte, organisierte mir meine Mutter einen Termin am Spiraldynamik Med Center bei Dr. Larsen. Erst da kam die klare Diagnose: Schleudertrauma.“ Hier sieht der Arzt und Spiraldynamik-Gründer auch eines der Hauptprobleme im Gesundheits- oder eben Krankheitswesen: „Oft wird nicht umfassend genug untersucht, nur dort, wo es weh tut – und das ist reine Symptomatik“, erklärt Dr. Larsen die mangelnden Fortschritte in Alexandras Genesung. Er untersuchte sie von Kopf bis Fuß und erkannte: „Schleudertrauma – ohne Verdacht auf mögliche Frakturen.“ Bezeichnend für Larsen, dass er keine teuren technischen Folgeuntersuchungen anordnete, sondern umso intensiver Patientin und Therapeutin instruierte. Nach der ersten Therapiesequenz – 9 mal 30 Minuten Physio am Med Center in Zürich - spürte Alexandra Zingg Besserung: Zusammen mit ihrer Physiotherapeutin erarbeitete sie sich Übungen, Alltags- und Trainingsstrategien, die im Nackenbereich Platz und Erleichterung schafften. „Das waren ganz neue Ansätze für mich – und sie halfen!“

Gesundheit ist lernbar

Alexandra Zingg ist ein typisches Beispiel für gute Prognosen und noch bessere Resultate. Sie hat Freude an Bewegung und ist wissbegierig. So schaffte sie es, das Gelernte nicht einfach isoliert zu üben, sondern in ihren Alltag zu integrieren. „Spiraldynamik ist für mich viel mehr als Therapie nach dem Unfall“, fasst sie zusammen. „Für mich ist es wie eine Versicherung für meinen Körper, sozusagen Sicherheitsgurten im Alltag. Das ist in meinem Beruf besonders wichtig. Ich schütze meinen Körper aktiv und mit Knowhow vor Verletzungen und verfrühter Abnützung.“ Und das mit Erfolg: Alexandra schließt im Sommer ihre Ausbildung für Schauspiel und Artistik an der ComArt in Zürich
mit einer Schweizertournee ab. Vorsichtshalber mit etwas weniger Akrobatik, dafür mit umso mehr Tanz und Schauspiel!

Link:
>> Interview mit Chefphysiotherapeutin M. Daniel, publ. Schleudertraumaverband


Bea Miescher
10. Februar 2008







  News Übersicht »    Artikel Drucken »