PortrÄts Die Tänzerin, Ballettmeisterin und Choreographin hatte als junge Frau das knifflige Problem, etwas zu viele Begabungen zu haben. Heute profitieren Tanz- und Kulturschaffende ebenso von diesem Dilemma wie Spiraldynamik® – Kunden und – Patienten.
Patricia Schmid wurde 1957 in Basel geboren. Sie wollte Ärztin werden und ging voller Strebsamkeit ans Gymnasium. Als sie 13 Jahre alt war, musterte sie ihre Freundin nachdenklich und empfahl ihr, Ballettunterricht zu nehmen, damit ihre dünnen Beine etwas plastischer würden. Patricia Schmid fand die Idee gut und ging ins Ballett. Deshalb wurde aus ihr keine Ärztin, sondern eine zauberhafte Ballerina mit internationaler Solistenkarriere und noch viel mehr.
Spiraldynamik®, bevor es sie gab
Für Ballett-Tänzer ist körperliche Gesundheit das große Kapital. Auch in der Ausbildung von Patricia Schmid wurde diese groß geschrieben. So kam es, dass Ende der Siebzigerjahre ein junger Assistenzarzt eingeladen wurde, der den Eleven die grundlegenden anatomischen Prinzipien erklärte. Der junge Mediziner war ein inspirierender Dozent, der selber durch und durch Bewegungsmensch war und einen überaus kreativen Umgang mit Anatomie an den Tag legte. Der geneigte Leser merkt, um wen sich handelte: Dr. med. Christian Larsen, der ohne es zu wissen bereits Spiraldynamik® unterrichtete! Doch die Wege von ihm und Patricia Schmid sollten sich für 15 Jahre trennen.
Auf den Brettern, die die Welt bedeuten
Auf strikte Anweisung ihrer Eltern musste Patricia Schmid vorerst ihre Matura ablegen, denn Tänzerin schien ihnen ein brotloser Beruf. Sie studierte Ethnologie, Spanische Literatur- und Rechtswissenschaften, erfolgreich und interessiert – aber es zog sie nach New York, an den Schmelztiegel der Tanzszene, wo sie von Größen wie Marjorie Mussmann, David Howard und Zena Rommett unterrichtet wurde. Als ein Jahr später das Geld ausging, kehrte sie in die Schweiz zurück, wo eine falsche Telefonverbindung die Weichen neu stellte: Eine Tänzerin des Schweizer Kammerballetts war ausgefallen und der Anrufer bat Patricia Schmid, sofort einzuspringen. Die Tanzkarriere war definitiv lanciert – obschon der Anruf einer ebenfalls tanzenden Namensvetterin gegolten hätte – aber so spielt das Schicksal. Patricia Schmid wurde erste Solistin beim Schweizer Kammerballett und tanzte an verschiedenen vorwiegend deutschen Bühnen, Theatern und Companies. In der folgenden Spielzeit 1996 sollte sie ihr Engagement als Solistin am Staatstheater Darmstadt antreten. Doch das Schicksal mischte wieder eine Prise Spiraldynamik® bei.
Von der Ballerina zur Ballett-Meisterin
Die Arena 225 lud den New Yorker Ballettpädagogen David Howard für eine Intensivfortbildung nach Zürich ein. Eine Riesen Chance, die sich auch Patricia Schmid nicht entgehen ließ. Howard kündete einen Co-Teacher an, der den tanzmedizinischen Teil übernehmen sollte. Wer betrat den Raum? Kein anderer als Christian Larsen: „Er vermittelte uns allen in kürzester Zeit unzählige Aha-Erlebnisse“, schildert Patricia Schmid die abermalige Begegnung. „Von da an war mir klar, dass ich die Spiraldynamik®-Ausbildung machen und dieses Wissen weitergeben wollte.“ Sie rief die Staatsoper Darmstadt an und erklärte die Situation: Nicht als Solistin wollte sie anfangen, sondern als Ballettmeisterin. Darmstadt war begeistert.
Auf zu neuen Ufern
Heute ist Patricia Schmid freischaffende Tanz-Pädagogin, Choreografin zahlreicher Tanzproduktionen im In- und Ausland und gefragte Gastdozentin bei verschiedenen Companies. Bei der Cinevox Dance Company von Malou Fenaroli bringt sie Spiraldynamik® als Katalysator für Bewegungsqualität, Ausdruckskraft und Prävention für die jungen Tänzerinnen und Tänzer ein. Zudem unterrichtet sie Laien- und Privatkurse am Spiraldynamik® Med Center, wo die ursprüngliche Ärztin in ihr inspirierend zur Geltung kommt. Während vier Monaten im Jahr lebt sie in Australien, wo sie ebenfalls unterrichtet und zusammen mit ihrem Partner, dem Bühnenbildner Graham Sippo, ein Traumhaus an der Ostküste gekauft hat.
Bea Miescher
28. November 2008





