Leichtfüssig unterwegs – mehr als eine Altersfrage

Spiraldynamik® Therapie nach Fuss-OP

Patientenportrait | Zuerst ging es darum, sich im Spiraldynamik® Med Center Basel mit den Nachwehen eines gebrochenen Fusses zu beschäftigen. Dann wechselte die Perspektive. Die Patientin wollte etwas tun, um ihren Ruhestand nicht ruhend zu verbringen, sondern leichtfüssig unterwegs sein zu können.

Die Patientin möchte zwar unerkannt bleiben, hat sich aufgrund ihrer Erfahrungen in den letzten Monaten aber gerne für diesen Artikel zur Verfügung gestellt. Sie hatte sich ans Spiraldynamik® Med Center gewandt, weil sie wochenlang mit Schmerzen herumgelaufen war, ohne zu wissen, dass sie sich einen Fussbruch eingehandelt hatte.

Nachdem dies diagnostiziert und therapiert war, nutzte sie den Schwung für Weiteres. Seit jungen Jahren hat sie Spreizfüsse, die zu Krallenzehen und Beschwerden geführt haben. Durch das abgeflachte, gespreizte Quergewölbe entsteht im Vorfuss grosser Druck, der einen typischen Schmerz auslöst: die Metatarsalgie, eine Überlastung oder Einengung von Nerven im Bereich des Vorfusses. Spätestens dann hört der Spass am Gehen auf.

Therapieren und trainieren
Das Quergewölbe – der Bogen zwischen Klein- und Grosszehe – wird durch Muskulatur gespannt und durch Bänder gehalten. Diese Strukturen lassen sich trainieren wie andere auch.

In der medizinischen Abklärung ging es deshalb vor allem darum, den Zustand der Krallenzehen zu prüfen. Solange diese Gelenke wie im vorliegenden Fall beweglich sind, ist Therapie möglich und eine Operation lässt sich vermeiden.  

Medizinisch gesehen also beste Voraussetzungen, um sich ans Werk zu machen. Seither trifft sich die Patientin wöchentlich mit ihrem Therapeuten Jürg Burkhardt. Zu Beginn gaben gezielte Gelenksmobili­sationen in Kombination mit Massagegriffen den Strukturen ihre Geschmeidigkeit zurück. Die Hauptarbeit aber leistet die Patientin selber, um ihren Fuss zu ver­schrauben, die Beinachse zu optimieren, die Muskeln zu kräftigen und den Zehen eine neue Haltung zu ermöglichen. Der Therapeut leitet an, beobachtet, korrigiert und gibt manuelle Unterstützung in der motorischen Feinarbeit.

Der eigene Wille zählt
Es macht Spass, der Patientin zuzuhören, wenn sie von ihrer Motivation erzählt: „Nach dem Knochen­bruch habe ich gemerkt, wie mühsam es ist, wenn die Füsse bei jedem Schritt weh tun. Da wusste ich: Ich will etwas unternehmen, ich möchte nicht angewiesen sein auf andere und auch nicht operieren müssen. Mit Liebe und Geduld bekomme ich das hin, ich kann die Muskeln aufbauen und meine Zehen gerader, länger machen. Dafür übe ich jeden Tag. Was man als ältere Person nicht übt, verlernt man. Nur einmal pro Woche in die Therapie zu gehen – das reicht einfach nicht. Ich laufe inzwischen viel länger am Stück und fühle mich dabei auch beweglicher. Das gibt Sicherheit im Alter, man stolpert nicht so leicht. Deshalb bedaure ich heute, dass ich mich nicht schon früher um meine Füsse gekümmert habe.“

Die Unterstützung aus dem Schuh
Je nach Beschwerdebild können Einlagen dort für Entlastung sorgen, wo der Fuss allzu viel Druck aus­gesetzt ist. Bei einem Spreizfuss zum Beispiel drücken sich die Grundgelenke der Zehen flach und schmerzhaft in den Boden. Dieses Quergewölbe zwischen Gross- und Kleinzehe kann muskulär neu aufgebaut werden. Parallel dazu hilft eine massgefertigte Einlage dem Fuss von unten her, zu seiner natürlichen, elastischen Form zurückzufinden. Die Spiraldynamik® Med Center Basel und Zürich bieten zusammen mit dem Ortho-Team vor Ort eine Einlagensprechstunde an, in denen Arzt und Orthopädietechniker gemeinsam mit dem Patienten die optimale Einlagenversorgung herausfinden.

Marion Tarrach
2. April 2014