Die Angst im Nacken

Spiraldynamik® Patientenportrait: Christa Tinazzi - Die Angst im Nacken

patientenportrait| Jahrelang hatte Christa Tinazzi ständig Angst vor Schmerzattacken. Ihre Lebensqualität war massiv eingeschränkt. Das war einmal.

Die 66jährige Christa Tinazzi sitzt in aufrechter Haltung in ihrem „Lädeli“, wie sie ihren Coiffeursalon in Oerlikon liebevoll nennt, und spricht über ihre lange Leidensgeschichte: Sie musste mit der ständigen Angst vor Schmerzen im Nacken und Hinterkopfbereich leben, die sie seit zehn Jahren ein bis zweimal jährlich schlagartig heimsuchten: „Es war wie ein Blitzschlag aus heiterem Himmel.“ Während fünf bis sechs Wochen lief sie danach wie im Schraubstock, steif und verkrampft umher und versuchte verzweifelt, die Schmerzen mit starken Medikamenten einzudämmen. Arbeit als Ablenkung

Trotzdem ging sie jeden Tag ihrer Arbeit nach, zur Ablenkung, denn zuhause hätte sie es nicht ausgehalten. Oft musste sie ihrer Kundschaft sagen, dass es ihr nicht gut ginge. Sie konnte ihren Kopf kaum drehen und den Föhn nicht mehr richtig handhaben, für eine Coiffeuse ein großes Handicap.

Ebenso schlagartig, wie der Schmerz gekommen war, verschwand er wieder nach einigen Wochen. Neben den Medikamenten in der Akutphase, tat Christa Tinazzi alles, um nicht wieder eine neue Attacke erleben zu müssen: Akupunktur, Massage, Atlas-Therapien. Sie war beim Chiropraktiker und ließ sich in der neurologischen Abteilung des Universitätsspitals untersuchen. Nichts befreite sie vor neuen Anfällen. „Das Schlimmste war diese Angst im Nacken, die immer präsent war.“ Reisen mit ihrem Mann ins Ausland mussten verschoben werden. Es hätte ja sein können, dass sie fern von ihrer vertrauten Umgebung plötzlich bewegungsunfähig geworden wäre. Litt sie an einer Berufskrankheit? Ihr „Lädeli“ wollte Christa Tinazzi jedenfalls nicht aufgeben, ihren geliebten Beruf ebenso wenig.

Nervenentzündung im Schulterbereich
Vor rund anderthalb Jahren wurde Christa Tinazzi von ihrer Hausärztin auf Spiraldynamik® aufmerksam gemacht. Eine Schmerzattacke war damals gerade am Abklingen. Am Spiraldynamik® Med Center in Zürich diagnostizierte Dr. med. Christian Larsen eine Nervenentzündung im Schulterbereich und verordnete seiner Patientin zwei Serien Therapie.

Seit sie die Therapie begonnen hat, ist Frau Tinazzi schmerzfrei. Ihre Halswirbelsäule ist wieder frei beweglich und die Beweglichkeit der Brustwirbelsäule hat sich verdoppelt. „Ich fühle mich wie neu geboren“ sagt sie und sitzt Einem in perfekter Haltung gegenüber: Mit geradem Rücken, Schultern tief, Arme locker zur Seite und beiden Füße auf dem Boden.

Ohne Schal in die Berge
Zu ihrem neuen Lebensgefühl trägt Christa Tinazzi viel selber bei. Täglich macht sie ihre Übungen zuhause, bei der Arbeit im Salon auch mal zwischendurch. Sie geht weiterhin alle zwei Wochen für eine halbe Stunde ins Spiraldynamik(®) Med Center in Zürich. „Eigentlich möchte ich mehr gehen“ bedauert Christa Tinazzi, „die Krankenkasse übernimmt leider nur einen Teil der Kosten.“ Dass sie definitiv über den Berg sei, das hätte sich kürzlich erwiesen, als sie ohne Schal in die Berge ging: „Das ist mir noch nie passiert, musste ich doch bei jedem kleinsten Luftzug meinen Nacken schützen.“ Das ist jetzt nicht mehr nötig, denn die Angst im Nacken ist weg.

Eva Mackert
30. August 2012