20 Jahre Spiraldynamik® – Teil 5

Spiraldynamik®: Look at Yourself Team

20 jahre Spiraldynamik| Die Vielfalt der Spiraldynamik® Landschaft. Die Saat geht auf – und manchmal auch nicht...

Eine Idee sucht sich ihren Weg, sagt man. Den Raum für den Weg, den schafft die Vision: «Freiheit im Körper – Freude am Leben». Doch trotz klarer Zielsetzung, konsequenter Strategie und planvollem Handeln, bei der Umsetzung der Vision ist es dann oft wie im Schachspiel: Es geht nur Zug um Zug – und lange nicht immer direkt und hindernisfrei in die gewünschte Richtung. In diesem Teil der Spiraldynamik® Geschichte wollen wir uns mit den bisherigen Anstrengungen zur Marktdurchdringung beschäftigen. Für einmal benützen wir die Marketingsprache: Welche Zielgruppen wollte und will die Spiraldynamik® erreichen? Und wie konnte die Idee gezündet werden?  

Im Rückblick wird klar, dass die Zauberformel für die Ausbreitung der Spiraldynamik® Idee heisst: Mensch plus Buch plus Kurse. Noch viel stärker als in anderen medizinischen und therapeutischen Richtungen ist Spiraldynamik® ohne Menschen nicht denkbar. Die Propagierung, die Versamung der Spiraldynamik® Idee ist immer mit Menschen verbunden, die sich anstecken liessen und die Idee im und am eigenen Leib ausgetragen haben. Wir nennen diese Menschen nachfolgend Protagonisten, wörtlich: die Erst- und Haupt-Handler. Und wir behandeln alle Pionierinnen und Pioniere, die vorkommen, stellvertretend für alle anderen.

Ausbreitungspfad Berufsgruppen
Ein Ausbreitungspfad lief über spezifische Berufsgruppen, die einen direkten und grossen Nutzen aus dem Wissen der Spiraldynamik® ziehen können – und dort abgeholt wurden, wo sie sind. Am Anfang steht die Berufsgruppe der Physiotherapeuten. Mit dem Protagonisten Christian Heel haben wir uns im letzten Teil ausführlich beschäftigt. Das Buch, das hier als Grundlage dient, heisst «Lehrbuch zum neuen Denkmodell der Physiotherapie». Und die Zahl der Kurse auf allen Stufen – kaum zu zählen.

Eine weitere Berufsgruppe bilden die Lehrer, in allen Fachrichtungen. Die Protagonistin: Renate Lauper, Lehrbeauftragte eine pädagogischen Hochschule und  Tanzpädagogin. Das Buch zur Lehre: «Von Kopf bis Fuß in Bewegung: Spielerische Körperarbeit mit Schulkindern». Zufall oder nicht: Dieser Tage gibt Renate Lauper nach 17 Jahren intensiver Kurstätigkeit ihren letzten Basic Kurs für Lehrende. Die Spiraldynamik® ist ihr zu grossem Dank verpflichtet. Die Fackel wurde bereits übergeben, die neuen Protagonistinnen stehen bereit: Es sind Sabine Senn und Jacqueline Huber.

Auch Tänzerinnen und Tänzer profitieren direkt von der Spiraldynamik®. Die Protagonistinnen hier: Barbara Eichenberger und Barbara Rust. Das Lehrbuch , das ihnen für die Ausbildung der Tänzerinnen dient, ist im Eigenverlag erschienen: «Spiraldynamik® Tanz und Gymnastik».

Und last but not least ist da die 3D-Massage - aktive Körperarbeit kombiniert mit Spiraldynamik-Feeling. Hier heisst der Pionier und Protagonist Willi Schneider, seines Zeichens hocherfahrener Physiotherapeut und Massage-Experte verschiedener Richtungen. Die Bibel dazu – mit 56 Filmsequenzen: «Spiraldynamik Körperarbeit: Hands on-Techniken der 3D Stretch-Massage».

Entscheidend für die Verbreitung der «Spiraldynamik» bei den verschiedenen Berufsgruppen ist – neben Protagonist, Buch und Kurs – ein tragfähiges Netzwerk. Hier blickt die «Spiraldynamik» dankbar auf die langjährige und erfolgreiche Zusammenarbeit mit Verlagen, Berufsverbänden und anderen Organisationen und engagierten Privatpersonen zurück.

Ausbreitungspfad Freizeitaktivitäten
In der Freizeit macht man Dinge, die man gern und freiwillig tut. Im besten Falle tragen diese Tätigkeiten auch noch wesentlich zum körperlichen Wohlbefinden und zur Gesundheit bei. Darum stellen die körperzentrierten Freizeitaktivitäten – also im weitesten Sinne Sport – einen natürlichen Wachstumspfad dar. Denn auch hier ist die «Spiraldynamik» Theorie und Praxis von herausragendem Nutzen. So z.B. im  Medizinischen Yoga. Die Protagonistinnen: Theda van Lessen, Eva Hager und Christiane Wolff. Ihr Grundlagenbuch für die Praxis: «Medical Yoga: Anatomisch richtig üben» für Anwender ist im Juni 2012 im Trias Verlag erschienen, der «Bewegungsführerschein für Yogalehrer und Therapeuten» erscheint im Frühling 2013 im Thieme Verlag.

Auch im 3D-Krafttraining (Protagonisten Oliver Hartelt und Joachim Altmann) ist das Spiraldynamik Gedankengut vollkommen richtig am Platz. Und das wäre es auch im 3D-Stretching, nur fehlt es dieser Disziplin – die bis jetzt ausschliesslich  als uneigenständig und dienend verstanden wird – noch am richtigen Protagonisten. Weshalb Christian Larsen die Stretching-Kurse mit grossem Genuss und Gewinn stets noch selbst anbietet.

Weitere Bereiche wären natürlich Ski Alpin, Klettern, Schwimmen, Tennis, Golf und sämtliche Laufsportarten. In all diesen Gebieten kann die Lehre und Praxis der Spiraldynamik® mit ihrem Fokus auf die richtige Bewegung dazu beitragen, Fehl- und Überbelastungen zu erkennen, zu korrigieren und so Verletzungen zu vermeiden. In all diesen Bereichen bräuchte es allerdings einen versierten Protagonisten – diesmal nicht als Lehrer oder Entwickler, sondern in der Gestalt eines professionellen Cracks mit hohem sportlichen Bekanntheitsgrad. Stellen Sie sich vor, von Roger Federer wüsste man, dass er seine fantastische Erfolgsserie nicht zuletzt der Spiraldynamik® verdankt! Die Tenniswelt wäre um viele Verletzungen ärmer.

Ausbreitungspfad körperliche Problembereiche und Krankheitsbilder
Es ist kein Zufall, dass wir den vielleicht am nächsten liegenden und darum bekanntesten Anwendungsbereich erst jetzt bringen: Es ist der Bereich des «Überall, wo wir Probleme haben». Therapeutisch enorm erfolgreich ist die Spiraldynamik® bei Fuss- und Rückenproblemen. Die Bestseller dazu: «Gut zu Fuß ein Leben lang» und «Skoliose: Hilfe durch Bewegung».

Bei den (Kinder-) Füssen ist Bea Miescher die Protagonistin – nicht zuletzt durch ihre phänomenale Arbeit mit Kindern und ihr wortgewaltiges Schreibtalent. Darum gibt es im Bereich Fuss neben Fachbuch und Ratgeber auch ein spezielles Kinderbuch: «Gesunde Füße für Ihr Kind – Der pfiffige Ratgeber rund um Kinderfüße mit viel Wissen und praktischen Übungen für Eltern und Erziehende». Bücher und Kurse decken so den ganzen Bereich von Prävention, Therapie und Selbsthilfe ab.

Beim Rücken, genauer: bei der Skoliose, ist Karin Rosmann-Reif die Protagonistin. Einst selbst Patientin hat sich die Therapeutin und Heilpraktikerin zur unbestrittenen Skoliose-Therapeutin entwickelt. Heute vermittelt sie ihre Erfahrung und ihr Wissen Zürich, München und Nizza.

Geografische Ausbreitungspfade
Die Spiraldynamik® ist im deutschsprachigen Raum wohl etabliert. Ein grosses Verdienst für die Verbreitung in den «Neuen Bundesländern» Deutschlands tragen Lilli Rosinski und Silke Petermann mit ihrem Netzwerk.

Dasselbe Verdienst für Tschechien verdankt die Spiraldynamik® Milena Daniel und Lenka Kazmarova. Einige wesentliche Bücher der Spiraldynamik® wurden denn auch ins Tschechische übersetzt.

Look @ Yourself: Der Ausbreitungspfad gesunder und schöner Lebensstil
Im Jahr 2000 fasste Claudia Larsen – von der man mit Fug und Recht sagen kann, dass sie sich Tag und Nacht mit der «Spiraldynamik» beschäftigt – den Entschluss, diese aus dem medizinisch-therapeutischen Bereich herauszuhebeln und unter dem Stichwort Healthstyle vordringlich Gesunde anzusprechen. Denn die Ideen, Einsichten und Werkzeuge der Spiraldynamik® sind ideal dazu geeignet, einen ganz persönlichen Healthy Lifestyle zu entwickeln – eine Art der Lebensführung, die Wert legt auf Gesundheit, Schönheit und selbstbewusste Lebensfreude. Unter dem programmatischen Titel «Look @ Yourself» sind bisher zwei Bücher erschienen: «Attraktiver aussehen durch richtige Körperhaltung » und «Körperhaltungen analysieren und verbessern ». Deren Besonderheit: Sie vermitteln ihre Botschaften mit viel Bildern und wenig Text. Nach anfänglichem Erfolg (Einladung zu Medienveranstaltungen in Deutschland, Workshops in Brasilien) kam diese Initiative ins Stocken. Vielleicht kam die Idee zu früh?

Künftige Ausbreitungspfade
Die Vision und Idee der «Spiraldynamik»: über hohe Bewegungsqualität zur Gesundheit von uns allen beizutragen, hat zahlreiche Anwendungsbereiche und Produkte geschaffen. Und ein Ende ist noch lange nicht abzusehen. Zahlreiche Berufsfelder bieten sich noch der Erschliessung an. Und auch die demografische Entwicklung, dass die Erwerbszeit immer länger wird, sogenannte «Alte» also viel länger fit und arbeitsfähig bleiben müssen, arbeits- und lebensfreudig auch, ruft nach veränderter Einstellung zu Körper und Gesundheit. Hier bietet sich die Spiraldynamik® als Modell an.

Der gesellschaftliche Nutzen der Spiraldynamik®
«Ich sehe die Zukunft der Spiraldynamik® vor allem in der Prävention», meint Christian Larsen. «Die Experten der Bewegung müssen zu den Kindern gehen. Wenn es uns gelingt, etwas ins Leben zu rufen, das der Kariesprävention der 60-er Jahre des 20. Jahrhunderts gleichkommt, dann wäre viel gewonnen. Damals ging man ja auch zu den Kindern – mit dem Ergebnis, dass die heutigen Erwachsenen gesündere Zähne haben als jemals zuvor. Zunehmendes Körperbewusstsein und höhere Gesundheitskompetenz schafft in so vielen Bereichen so viele Vorteile und Nutzen. Weniger Verletzungen führen zu weniger chronischen Schmerzen, weniger Operationen (und damit auch weniger Komplikationen), führen zu weniger Absenzen in der Schule und am Arbeitsplatz. Eine partnerschaftliche und authentisch-achtsame Beziehung zum eigenen Körper ist Voraussetzung für Gesundheit, Wohlbefinden und Selbstwert. Ein selbstverantwortungsvoll  entwickeltes  Körperbewusstsein hilft im Umgang mit negativen Emotionen wie Angst und Aggression und verbessert so das Klima in Familie und Schule. So hat sich die «Spiraldynamik» beispielsweise als wertvoll bezüglich Gewaltprävention in Multi-Kulti-Klassen erwiesen. So profitiert die ganze Gesellschaft – ökonomisch sowieso. Unsere Vision heisst „Freiheit im Körper – Freude am Leben“. Wir propagieren eine edukative und eigenverantwortliche Form der Therapie. Wir kombinieren Therapieeffekte mit Lerneffekten. Kurz gesagt: Wir befähigen Menschen, mit sich klar zu kommen.»

Michael Egloff
28. Juni 2012