Sarah Meier: goldrichtiges Training mit Spiraldynamik®

Spiraldynamik®: Therapeut Martin Wälchli - Sarah Meier - Dr. med Christian Larsen

bewegungslernen Mit der neuen Europameisterin im Eiskunstlaufen freut sich ihr ganzes Betreuer-Team: Sarah Meiers Physio- und Spiraldynamik®-Therapeut Martin Wälchli (links im Bild) ist Teil der Erfolgsgeschichte.

Vor dem EM-Kurzprogramm der große Schrecken: Während des Aufwärmens blockierte Sarah Meiers rechter Fuß - wie so oft, ausgerechnet jetzt! Martin Wälchli ist zur Stelle: Der Spiraldynamik® Physiotherapeut gab dem gestressten Fuß die manuelle Info, die er haben musste. Dreh dich in deine natürliche Funktion. Fersenbein senkrecht, Vorfuß 90 Grad dagegen. Massieren, aktivieren, nach kurzer Zeit ist die Blockade aufgelöst. Sarah Meier läuft zu ihrem Titel. Nicht nur die Medien sind begeistert. Auch für Martin Wälchli ist das Europa-Gold ein krönender Abschluss seiner Karriere im Hintergrund: Das Expertengespräch mit Dr. med. Christian Larsen.

CL: Martin, das ist großartig, herzlichen Glückwunsch. Wem hat Sarah Meier den krönenden Abschluss ihrer Karriere zu verdanken? Dir?


MW: Der Erfolg gehört immer dem Sportler, das weißt du! Aber es stimmt: Dahinter steht ein Team, das Sarah tatkräftig unterstützt hat und dem ich angehöre.

CL: Wie lange warst du jetzt mit Sarah unterwegs?


MW: Eine halbe Ewigkeit: Acht Europameisterschaften, sechs Weltmeisterschaften und einmal Olympia.

CL: Du bist ein Spiraldynamik® Physiotherapeut der ersten Stunde. Wie konntest du dieses Know-how in die therapeutische Begleitung von Sarah Meier einfließen lassen?

MW: Erstens war es Gold wert bei der Behandlung von Sarahs Fuß-Problemen. Am letzten Samstag, kurz vor Sarahs Kurzprogramm, konnte ich mit der spiraligen Verschraubung die Blockade im Mittelfuß gezielt lösen. Zweitens arbeite ich immer am Transfer in den Trainingsalltag.

CL: Wie gehst du vor?

MW: Die Füße sind das Fundament, müssen stimmen. Darauf aufbauend die Beinachsen – mit den anatomisch richtigen Drehrichtungen. Dann Beckenstabilität, aktive Verlängerung der Wirbelsäule, Platzierung der Schultern. Eine Therapie ohne Transfer ist eine halbe Therapie.

CL: Ich kenne das Problem vom Ballett her: Anatomisch-funktionelles Interesse entsteht erst, wenn Schmerzen auftreten. Sind sie wieder weg, schwindet auch das Interesse. Dabei sind Anatomie und Biomechanik die funktionellen Grundlagen von Training und Therapie. Das ist das Sicherheitssystem für den Körper, genau darum geht’s in der Spiraldynamik®.

MW: Ja, da kämpfe auch ich oft gegen Windmühlen. Der Fokus liegt auf der Leistung. Da bin ich zwar voll dabei, aber die Gesundheit muss im Zentrum bleiben, sie ist ebenso grundlegend. Ein Beispiel: Trainer, Eltern und Sportler setzen Kraft mit Kilo gleich. Es wird mit zu viel Gewicht trainiert. Die Stabilisierung der Beinachsen leidet massiv darunter. Zudem wird Kraft oft mit Schwung verwechselt. Auch hier ist der negative Outcome programmiert: Die theoretisch-technische Kraft kann nicht umgesetzt werden. Da blutet mein Therapeutenherz!

CL: Weiß Sarah Meier, dass du Spiraldynamik® Training mit ihr machst?

MW: Natürlich, wenn ich mit Prinzipien oder Übungen aus der Spiraldynamik® arbeite, ist sie sich dessen bewusst. Bewusstsein ist ein weiteres Merkmal intelligenten Trainings.


Bea Miescher
2. Februar 2010