Gianni Alampi: Der Check-up als Wegweiser

Spiraldynamik: Patientenportrait - Gianni Alampi - Check-up als Wegweiser

patientenportrait Er fühlte sich eigentlich gut für einen Mittvierziger. Aber wirklich fit, das wusste er, fühlt sich anders an. Gianni Alampi ging zum ärztlichen Check-up und holte sich das Rezept für seine persönliche Bestform.

Dr. phil. nat. Gianni Alampi versteht viel von Gesundheit: Als Apotheker und Doktor der Naturwissenschaften arbeitete er als Product Manager und später als Leiter einer Business Unit in der Pharmaindustrie in Basel. So war er in Tuchfühlung mit den neusten Entwicklungen im westlichen Gesundheitswesen. Durch den asiatischen Kampfsport kannte er die fernöstliche Ausrichtung der Medizin und auch Ayurveda, die indische Heilkunst, faszinierte ihn. Durch diese Kombination von asiatischer Kampfkunst und vielfältigem medizinischem Interesse stieß er vor zehn Jahren auf das Buch "Die zwölf Grade der Freiheit" von Dr. med. Christian Larsen. Larsen war Aikido-Lehrer und bereiste die Welt auf der Erkundung verschiedenster Kulturformen und Heilverfahren. Da fanden sich zwei Geister, aber es sollte noch Jahre dauern bis zum persönlichen Kontakt.

Vom Flow zum Sand im Getriebe
Im Judo-Training perfektionierte Gianni Alampi seine Bewegung, erlebte den Flow, wenn alles in perfekter Harmonie ablief. Wie in Kampfsportarten oft, gab es nicht nur diese Harmonie, sondern auch Stolperer: Gianni Alampi zog sich vor sechs Jahren am Knie einen Kreuzbandriss zu, der operativ schnell repariert war. Die Sache hatte trotzdem einen Haken: "Ich konnte zwar gehen, joggen, schwimmen - aber die Leichtigkeit und Sicherheit der Bewegungen, der Flow war weg." Medizinisch war alles in Ordnung, dennoch knirschte es im Knie und es folgten Reibe- und Knackgeräusche in der Hüfte. Mit dem Jobwechsel von Basel nach Zürich als Technischer Direktor eines Heilmittel-Produzenten meldete er sich am Spiraldynamik Med Center zur Trainingsgruppe Füße und Beinachsen an, um dem Knirschen und Knacken auf die Spur zu kommen.

Der Puzzlestein zum großen Ganzen
In der Trainingsgruppe realisierte Gianni Alampi rasch, dass er hier eine Gebrauchsanweisung für den Körper erhielt. Doch was und wieviel brauchte sein Körper konkret, um wieder "wie geschmiert" zu laufen? Er entschied sich für einen ärztlichen Check-up, und der brachte Erstaunliches zu Tage: "Gianni Alampi ist ein typisches Beispiel eines Sportlers, dem noch das "Feintuning" fehlt," erklärt der Arzt Christian Larsen. "Der Check-up zeigte, dass sich durch die Jahre, möglicherweise auch durch die Knieverletzung, eine Schonhaltung entwickelt hatte." Das anfängliche Hinken nach der Verletzung gewöhnte sich der bewegungsbegabte Gianni Alampi schnell ab. Um sachte aufzutreten zog er aber unbewusst die Hüfte samt Bein auf Schritt und Tritt leicht hoch. "Funktionell ist das gerade verkehrt: Beim Auftreten muss sich die Beckenhälfte der Standbeinseite aufrecht und stabil über den Oberschenkelkopf senken. So verschraubt sich das Hüftgelenk super stabil." Das unglückliche Bewegungsmuster war dank des Check-up rasch gefunden - ebenso der ganze unerbauliche Rattenschwanz der Folgen von Kopf bis Fuß.

Schritt für Schritt zurück zum Flow
Gianni Alampi war begeistert: "Das leuchtete mir alles 100-prozentig ein. Da wird nicht eine Methode stur durchgezogen, sondern die individuelle Problematik erfasst, alltagstaugliche Lösungen werden eingeübt - logisch und umsetzbar." Gianni Alampi konnte ab sofort mit der Bewegungsoptimierung beginnen, und zwar nicht mit weltfremden, sondern mit alltagstauglichen Übungen - sogar nachts: Durch das Hochziehen des Beckens verkrampften sich Teile der Lendenmuskulatur (M. Quadratus lumborum). "Selbst vor dem Einschlafen konnte ich nun selber die gestressten Strukturen lockern." Nun stimmt auch das gesamte "Körper-Tuning" wieder. Gianni Alampi fühlt sich nicht nur sicherer, die Gelenkgeräusche als arthrotische Vorboten sind verschwunden, die 3D-Dynamik kommt in die Bewegung zurück und mit ihr der Flow, der das unglaublich gute Gefühl beim Training auslöst. "Der Check-up hat mir das Wissen und die Kompetenz gegeben, wie ich meine Gesundheit in die eigenen Hände und unter die eigenen Füße nehmen kann," sagt Gianni Alampi. "Das nenne ich effiziente Vorsorge und Teamwork zwischen Arzt und Patient. Oder gesundheitspolitisch gesagt: So stelle ich mir sinnvolle Komplementärmedizin vor, wie sie nota bene vom Volk am 17.05.2009 gefordert wurde."

Bea Miescher
4. Januar 2011