Patientenbeispiel: Am Beispiel des 9-jährigen Leo-Carlo

Spiraldynamik News Archiv Patientenbeispiele | 40 bis 60 Prozent der Kinder leiden unter nicht angeborenen Fußdeformitäten. Das heißt, die Probleme sind sozusagen

Patientenbeispiele40 bis 60 Prozent der Kinder leiden unter nicht angeborenen Fußdeformitäten. Das heißt, die Probleme sind sozusagen „angelaufen“: Oft wird verharmlost. Irrtümer verhindern oft gute Lösungsstrategien.

Knickfüße, X- und O-Beine sind bei Kleinkindern noch normal. Das ganze „Gestell“ muss sich vom horizontalen Krabbelkind in die Vertikale entwickeln. Das ist Schwerarbeit in motorischer und neurologischer Hinsicht. Mit dem Zahnwechsel und der dazugehörigen Streckung sollte das kindliche „Laufwerk“ im Lot sein. Leo-Carlos Mutter hat richtig hingeschaut und richtig gehandelt: Dr. Larsen diagnostizierte nicht nur Knick-Senkfüße, sondern einen ganzen Rattenschwanz von Folgeproblemen. Mit 10 Therapie-Einheiten am Spiraldynamik Med Center in Zürich erarbeitet sich Leo-Carlo gesunde Füße und wurde den unrühmlichen Domino-Effekt mit Knie-, Hüft- und Rückenproblemen nachhaltig los. Einlagen standen als Therapieoption zur Diskussion, kamen aber dank Leo-Carlos Konsequenz in Therapie und Alltag bisher nicht zum Einsatz.

Die 5 häufigsten Irrtümer

1. Klagt das Kind über Schmerzen im Fuß, wird zu schnell auf Wachstumsschmerzen getippt: Dabei schmerzt die Fehl- und Überbelastung beim Absinken des Knick-, Senkfußes.

2. “Kinderfüße wachsen sich zurecht“: Für Milchzahnträger kann das angenommen werden. Bei Kindern ab 7 Jahren ist das folgenschweres Wunschdenken!

3. Einlagen sind gut gegen Knickf üße: Im Gegenteil. Muskeltraining ist gut gegen Knickfüße! Harte Einlagen sind Sänften für den Fuß und berauben ihn seines Trainings und seiner Funktion.

4. Einlagen sind schlecht f ür den Fuß: Auch falsch. Richtig verordnete, „intelligente“ sprich sensomotorische Einlagen in Kombination mit Bewegungsschulung sind das Gelbe vom Ei bei Problemfüßen!

5. Fu ßprobleme haben ihre Ursache im Fuß: Jein, ein Teil der Ursachen ist dort, weitere Gründe sind die falschen Drehrichtungen der Beinachsen: Der Oberschenkel dreht zu wenig nach außen, die Knie kippen gegeneinander, das Fersenbein nach innen: Die stabile Verschraubung ist sowohl im Bein als auch im Fuß verloren.

Dr. med. Christian Larsen/ Bea Miescher
1. März 2008