Leo-Carlo: spricht Klartext zu Knickfüßen

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PatientenbeispieleKnick- und Senkfüße sind bei Kindern so verbreitet, dass sie schon fast als normal gelten. Leo-Carlo war ebenfalls betroffen: War! Wie er zu starken, gesunden Füßen kam, erzählt der Neunjährige gleich selbst.

Leo-Carlo fand seine Füße normal. Klar, sie fühlten sich an, wie sie sich eben immer anfühlten: normal, aber manchmal waren da auch Schmerzen: „Vor allem auf dem Pausenplatz beim Umherrennen oder in der Turnhalle bei Laufspielen taten mir die Füße weh, in der Mitte.“ Leo-Carlos Mutter wurde stutzig: Der groß gewachsenen, fußballbegeisterte Junge kam nach dem Wachstumsschub, der mit der Schulreife einher geht, irgendwie unkoordiniert daher: „Wenn er auf mich zu rannte, war es besonders auffällig, irgendwie passten die Bewegungen nicht zusammen“, schildert die Mutter ihre Beobachtungen. Auch die Knickfüße fielen ihr auf – vor allem, weil diese familiär vererbt sind. Mit acht Jahren kam Leo-Carlo erstmals ans Spiraldynamik Med Center zu Dr. Christian Larsen. Die Diagnose bestätigte den Verdacht der Mutter: Knicksenkfüße beidseitig mit drohendem Übergang zumKnickplattfuss rechts.

Die Gesundheit in die eigenen Füße nehmen

Genetische Vererbung muss nicht schicksalhaft hingenommen werden – vor allem nicht, wenn man Leo-Carlo heißt, ein vitales Interesse an einem gesunden Körper hat und begeisterungsfähig ist für die geniale Konstruktionsweise des Körpers. Der Arzt verordnete Leo-Carlo Spiraldynamik-Physiotherapie: „Als mir meine Physiotherapeutin Dagmar Dommitzsch den Fuß am Skelett erklärte, merkte ich sofort, dass das Modell anders funktioniert als mein Fuß“, erzählt der Neunjährige, greift zum Skelettmodell und demonstriert seinem jüngeren Bruder Gian-Luca die korrekte Verschraubung, von der er – wie fast alle Kinder – bisher keine Ahnung hatte. Fuß aufs Herz: Leo-Carlo ist ein besonders pfiffiges Kind und hat eine überaus gut entwickelte Eigenwahrnehmung. Die Kombination führte zum raschen Erfolg. Der flog dem Jungen allerdings nicht einfach zu: „Anfangs konnte ich die Übungen nicht richtig machen: Ich konnte meinen Fuß nicht in dieser (verschraubten) Position halten.“ Klar, die entsprechenden Muskeln wussten bisher nicht, was ihr Job war und waren entsprechend unterentwickelt. „Dagmar, meine Therapeutin, sagte mir, dass ich Geduld haben müsse. Sie hatte die auch, und so ging es langsam aber sicher vorwärts: Stehen konnte ich bald richtig, aber laufen noch nicht. Der Fuß fiel immer wieder zusammen.“ Leo-Carlos bildliche Beschreibung entspricht haargenau dem, was die meisten Knick-Senkfuß-Patienten auch im Erwachsenenalter erleben. Gut Ding will Weile haben, und im komplexen Bewegungsablauf des Gehens fehlt es anfangs an Kraft, Timing und Routine.

Was Hänschen jetzt lernt...

Üben und Geduld? Die Begriffe mögen nicht verführerisch klingen, sind aber relativ: Bei Kindern und motivierten Erwachsenen stellen sich Erfolge durch intelligente Bewegungsoptimierung schneller ein. Eine gute Eigenwahrnehmung ist Voraussetzung. Für Erwachsene, die seit Jahrzehnten mit Fehlstellungen durchs Leben gehen, dauert das Umprogrammieren – denn das ist es schlussendlich – länger. Leo-Carlo ist der ideale Patient: Er setzt sich klare Ziele, macht mit und löst sein Problem dank Jugend und Motivation rasch: Knickfüße und Schmerzen hat er keine mehr. Seine Bewegungen, auch unter Belastung im Fußballtraining, sind koordiniert. Sein Knowhow wird er seiner Lebtage nicht mehr verlieren: „Manchmal denke ich noch an meine Füße oder merke, wenn ich falsch stehe – aber die meiste Zeit geht das jetzt automatisch.“ Ein Paradebeispiel und unser Aushängeschild für Gangschulung im Kindesalter!

Bea Miescher
28.02.2008