Bildlegende
Das Kiefergelenk funktioniert als Gleit-Scharniergelenk. Öffnen und Schließen sind mit einer Gleit-bewegung des Unterkiefers nach vorne beim Öffnen (A)und nach hinten beim Schließen (B) verbunden. Die Muskeln (rot) sind für die Scharnierbewegung verantwortlich. Der Diskus (blau) unterstützt die Gleitbewegung ähnlich wie ein Schlitten
Trias Verlag
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| Bild A | Bild B |
Die geniale Konstruktion des Kiefers ist komplex und somit auch pannenanfällig: Das Erfreuliche daran ist, dass Problemen des Kiefergelenks medizinisch fast immer gut beizukommen ist.
Knackgeräusche im Kiefer
Kieferknacken ist meist auf eine Fehlpositionierung des Diskus zurückzuführen. Diese “Unterlagsscheibe” im Kiefergelenk hilft dem Gelenkköpfchen bei der anspruchsvollen Kauarbeit. Rutscht der Diskus nach vorn, kann das Gelenkköpfchen nicht mehr darauf vor und zurück gleiten, sondern muss den Diskus überspringen – Knack! Das Problem richtet sich meist von selbst wieder.
Kieferblockaden: Sperre und Klemme
Kieferklemme und Kiefersperre sind Blockaden im Gelenk: Der Diskus wird aus seiner Position gezerrt und versperrt die Öffnungs- oder Schließbewegung. Bei der Sperre – etwa beim Gähnen – kann der Mund plötzlich nicht mehr geschlossen werden und bleibt sperrangelweit offen. Bei der Klemme wird das Öffnen verunmöglicht: Der Kiefer ist verklemmt. Beide Krankheitsbilder gehören umgehend zum Arzt oder Zahnarzt.
Mundhygiene schützt den Kiefer
Zähne und Kiefer sind unzertrennlich – hoffentlich! Zähne können durchaus ein ganzes Leben lang fest im Kiefer verankert bleiben. Zahn- und Mundhygiene stehen am Anfang eines gepflegten „Mundwerks“.







